20. Juli 2016

Mt. Blanc - Chamonix

Chamonix- oh du Perle der Alpen! Wir sind verzaubert von diesem Alpendorf! Aber bis wir zu dieser Verzauberung kamen, hatten wir noch eine holprige Fahrt über die Serpentinen. Aber so konnten wir noch einige Panoramablicke genießen. Diese wurden ab und an von einigen Quiecker von Katja gestört, weil LKWs und Reisebusse entgegen kamen. Überall wurde noch fleißig Rasengemäht und alles hübsch gemacht, denn am Freitag zieht die Tour de France hier vorbei. Wir kamen aus dem Staunen und dem Wow Effekt die ganze Fahrt über nicht heraus und die goldene Krone setzte sich Chamonix mit dem Mont Blanc auf. Das Dorf liegt unterhalb des Schneebedeckten Massives und eine Gletscherzunge ragt hinab. Schmelzwasser vom Gletscher bahnt sich als Fluss durch das Dorf. Wilderwasserraftler hatten ihre wahre Freude. Unser Plan war vorerst, dass wir mit der Gondel auf dem l'Aiguille du Midi und von dort aus den berühmten Tritt ins Leere wagen. Aber mit Adele und dem Ohrendruck haben wir uns es dann doch nicht getraut. Dadurch steht eines aber fest: wir kommen definitiv wieder, und dann kann Adele den Tritt selber wagen. 
Somit verbrachten wir den ganzen Tag im Dorf und schlenderten herum, aßen Burger und schwitzten bei 34Grad. Zurück nach Annecy nahmen wir dann die "Weiße Autobahn" und spendeten wieder Unmengen Maut den Franzosen. Ein wundervolle Tag neigt sich mit ganz besonderen Eindrücken dem Ende. 


19. Juli 2016

Weiterfahrt nach Annecy

Heute früh sind wir zeitig aufgebrochen. Wir wollten eigentlich noch am kühlen Morgen packen, aber  es wurde schneller wärmer als uns lieb war. Schweiß gebadet sind wir Richtung Osten in die französischen Alpen aufgebrochen. Die nächsten 2 Stunden saßen wir im kühlen Auto. Hier angekommen hieß es wieder Zelt aufbauen in praller Sonne- wieder waren wir Schweiß gebadet. Danach ging es einkaufen, Mittag kochen und die Umgebung erkunden. Die Füße testeten den Lac d'Annecy, er ist erstaunlich warm, sogar für Torstens Verhältnisse. Wir haben doch tatsächlich ein Land gefunden, wo es kaum Deutsche gibt. Wir sind immer noch allein unter Niederländer, Belgiern und Franzosen. Nur leider ist unser Französisch hundsmiserabel und mit Englisch kommt man hier nicht weiter. An Reisetagen passiert nicht viel. Jetzt sitzen wir mit einer Flasche Wein auf dem Campingplatz, schreiben Blog und schmieden Pläne für die nächsten Tage, denn hier werden wir eine Weile bleiben. 

18. Juli 2016

Badetag

Heute war chillen angesagt! Wir hingen ab Mittag am Pool rum, denn nur dort war die Hitze erträglich. Eigentlich wollten wir uns im Kinderplanschbecken breit machen, aber da schwamm Kinderbubu rum und wir betrachteten das Spektal der angeekelten Mütter und kreischenden Kinder von der Liege aus. 
Beim Abendbrot  ist ein Franzose vom Nachbarplatz zu uns gekommen u hat sofort von Fußball erzählt. Ganz groß verkündete er das Sie doch 2:0 gegen Deutschland gewonnen hätten. Wir mussten kein Wort französisch sprechen um es zu verstehen... Torsten hat schon sein Gesicht zur Faust geballt schwenkte er um und meinte das die Portugiesen doch den Schiedsrichter bestochen hätten, wir alle haben gelacht und er ging so schnell wie er kam. Das waren heute unsere Highlights...

Jetzt werden wir noch etwas im Reiseführer stöbern, denn morgen werden wir weiterziehen!

17. Juli 2016

Lyon

Lyon! Heute stand ein entspannter Citybummel durch Lyon an. Es war verdammt heiß, aber zum Glück spendeten die Gassen hin und wieder Schatten. Lyon spaltet uns- Katja findet es toll, Torsten hat es nicht geflasht. Die Straßenzüge erinnern an Paris, groß und impulsant. Rechts fließt die Rhone, links die Saône, mittendrin das City Center und auf dem Berg tummeln sich die Kathedrale, ein Mini-Eifelturm, und andere prunkvolle Bauten. In den Gassen sind kleine Bistros, nur irgendwas fehlte... Menschen! Lyon war menschenleer! Es waren weniger unterwegs als sonntags in Chemnitz. Dabei ist Lyon die Drittgrößte Stadt Frankreichs und die Gormet-Hausnummer 1. 
Die Stadt ist toll, aber bestimmt toller wenn sie mit Leben gefüllt ist. 


16. Juli 2016

Weiterfahrt nach Lyon

Es war an der Zeit dem Elsas "Au revoir" zu sagen. Die kalte Nacht hat uns zeitig aufstehen lassen. Wir haben gefrühstückt und die Koffer gepackt. Ganze 1 1/4 Stunden haben wir benötigt, um alles abzubauen und zu verstauen. Danach ging es noch tanken und endlich gen Süden. Ganze 400km sind wir heute gefahren und die Franzosen haben 30€ Maut kassiert - ganz schön Happig!!!! Auf den Autobahnanzeigen stand "solitaires avec Nice", ein komisches Gefühl es alle paar Kilometer zu sehen. Sonst kennt man es nur aus dem TV. 
Endlich ist es warm, heute waren 26 Grad und die nächsten Tage sollen 35 Grad werden. Wir stehen für die nächsten Tage auf einem Campingplatz ca. 15 km nördlich von Lyon. Mehr als bei Lidl einkaufen haben wir heute nicht geschafft. Mit dem Franzosen können wir uns einfach nicht anfreunden. Die sind arrogant und unfreundlich. Es wird regelrecht durch uns hin durch gesehen. Bonjour ist nicht nur eine Begrüßung sondern eine Deutung des Rezeptes. Katja will die Franzosen umerziehen und grüßt nun alle. Ob das was bringt? 

15. Juli 2016

Weinstraße und Vogesen

Heute haben wir einen Teil der Route des Vines d'Alsace befahren. Die Straße windet sich durch die Weinberge und führt an märchenhafte Fachwerkdörfer vorbei. In Ribeauvillé schlenderten wir die Kopfsteinpflasterstraße entlang und fanden uns zurückversetzt ins Mittelalter. Oben auf dem Berg thronte eine alte Burgruine, ringsum was auch sonst, Weinberge.
Zur Förderung der Deutsch-Französischen-Freundschaft verschenkten wir noch unser Parkticket und weiter ging es zur Châteu du Haut Konigsbourg. Eine sehr gut erhaltene mit turmgespickte Rapunzelburg, erwartete uns. Das Rundumpanorama über die Vogesen war wunderschön und so fuhren wir danach auch noch direkt hinein in die abertausenden Hügel der Vogesen. Entlang der Route des Cretes wollten wir ins ein Gasthaus aus Torstens Arbeitszeit. Es hatte geschlossen, so kehrten wir in eine Meierei mit Restaurant ein, es war lecker jedoch wurden wir verarscht - nix mit deutsch-französischer-Freundschaft...

Eine alte Frau (okay, es gibt auch nette Franzosen)  war hin und weg von Adele (auch wenn sie dachte, sie sei ein Junge!). Sie erzählte uns von Nizza und dem Anschlag, wir sollten doch lieber hier bleiben, hier ist es sicher. Gänsehaut! Der Terror ist so nah und wieder sind wir auf unseren Reisen konfrontiert. Wie wir unsere weitere Reise planen, wissen wir noch nicht. 


14. Juli 2016

Regen, Regen und Colmar

Nach einer nicht endenden kalten Nacht, hat nur einer von uns Dreien gut geschlafen- Adele. Sie schlummert in unsere warmen Mitte, sie hatte Platz, wir keinen. Auf dem Plan stand Colmar, die Hauptstadt des Elsässischen Weins. Nur das Wetter spielte anfangs nicht so richtig mit. Aussagen wie: "lass uns die Sachen packen und an die Côte d'Azur fahren, da ists wenigstens warm" fielen heute morgen. Irgendwann erreichten wir doch Colmar. Ja, sind wir denn in Erfurt? Ein Fachwerkhaus nach dem anderen in kunterbunten Farben und übbigen Blumenkästen zierten das historische Stadtzentrum. Wir spazierten bei schönstem Sonnenschein durch die Altstadt. Entlang am Bartholdi Museum, zur Statue, die kleine Lady Liberty begrüßte uns schon am Ortseingang. Die Colmarer sind stolz auf Ihrem Sohn, dem Schöpfer der Freiheitsstatue von New York.
Colmar ist eine Besichtigung wert, sehr hübsch anzusehen!

13. Juli 2016

Munster und "mentales ankommen"

Gestern waren wir froh, dass wir den Tag im trockenem überstanden haben. Aber letzte Nacht fing der Regen an und wollte heute auch nicht wirklich aufhören. Wir hatten uns absichtlich nichts vorgenommen weil wir erst einmal in Frankreich mental ankommen wollten. Es ging nur einkaufen und zu einem kurzen Abstecher nach Munster. 

Das Zelt steht nun endlich auch mit Vorzelt und der Zeltteppich ist auch ausgerollt und zugeschnitten. Torsten modifiziert und passt an wo es nur geht. 

Wir sind hier in den Vogesen umgeben von Weinbergen. Ach und das französische Volk ist auch versoffen. Ständig muss der Platzwart den Flaschenbehälter leeren. 

Wir haben eben unseren Heizlüfter angeschmissen und hoffen auf eine warme Nacht. 

12. Juli 2016

Flugzeugmuseum Sinnsheim und französischer Grenzübertritt

Unsere gestrige Pension gehörte zu einer Metzgerei. Deswegen fiel unser Frühstück auch sehr deftig aus. Frische Wurst und ein Ei zierten den Frühstückstisch. Gestärkt ging es dann ins Flugzeug- und Automobilmuseum nach Sinsheim. Torsten ist schon mehrfach auf der Autobahn daran vorbei gefahren und wollte unbedingt dahin. Es war grandios! Es ist gigantisch groß und es ist auch für Leute geeignet die sich dafür nicht interessieren. Highlight war, dass man in die Flugzeuge hinein konnte, in schwindelerregender Höhe. Adele hatte Katja auf dem Rücken geschnallt, so konnte alles problemlos erklommen werden. 
Wir wollten heute auf jeden Fall noch französischen Boden betreten. Wir hatten schon einen Campingplatz herausgesucht, aber wie so oft gab es eine Planänderung. Der Himmel zog sich immer mehr zu und wir hatten Panik das Zelt im Regen aufbauen zu müssen. Plötzlich tauchte ein Schild "Camping" auf. Wir haben den Blinker gesetzt und nun stehen wir hier. Wo genau wir sind, wissen wir nicht, aber das finden wir morgen heraus. Geregnet hat es immer noch nicht. Wir sind allein unter Belgiern und Holländern, es tut gut kein Deutsch zu hören. Die Flasche Wein steht auf dem Tisch - die Auszeit von Deutschland, Alltag und Arbeit hat somit begonnen...

11. Juli 2016

Sinsheim

Als Elternzeit wird in Deutschland ein Zeitraum unbezahlter Freistellung von der Arbeit nach der Geburt eines Kindes bezeichnet. Für den finanziellen Ausgleich kommt der Staat für ingesamt 14 Monate auf. Die Zeit soll für die familiäre Sorge des Kindes verwendet werden. Aber was soll man zu Hause 2 Monate lang gemeinsam machen? Auch wenn Sommer ist, glaub ich das ganz schnell die Langeweile kommt. Nun ist Adele 7 Monate alt. Alt genug um mit ihren verrückten Eltern zu reisen. 
Wir haben lange gerätselt wohin es gehen soll. Wir wollten einst nach Norwegen. Aber letztendlich war es uns im Norden zu kalt und zu teuer. Unser neues Ziel ist Frankreich. Südfrankreich! Und das alles mit dem Zelt! 

Unser erster Stopp ist Sinsheim. Weiter sind wir heute nicht gekommen. Mit Dachbox, vollem Auto und zum Teil  nörgelndem Kind haben wir für 420km ca. 5,5 Stunden benötigt. Torsten hat sich schon lange vorgenommen in das Luftfahrtmuseum zu gehen. Und das wird morgen auch unser erstes Highlight sein. 

Wir sage Gute Nacht! 

20. Mai 2016

Ostende - Tag 3 & 4

Gestern haben wir es verpasst einen Eintrag zu schreiben- Deswegen der Nachtrag.

So viel ist bei uns auch nicht passiert. Wir waren erst in Zeebrügge, von weiten haben wir jedoch nur einen großen Industriehafen gesehen. Deswegen ging es direkt weiter nach Ostende.
Hier sind wir bei Sonnenschein die endlos wirkende Promenade hinauf und wieder hinab spaziert.

Heute ging es über Holland und einem Camping-Outlet wieder gen Heimat. Wir sind über Nacht bei unseren Travelmates in Bochum geblieben. Am Samstag geht es dann auch wieder nach Hause.



18. Mai 2016

Brügge - Tag 2

Heute sollte laut Wetterbericht der Tag sehr durchwachsen werden. Deswegen haben wir uns viele Museen herausgesucht. Jeder Weg in Brügge führt über den Markt. Und heute war großer Markttag. Einmal rings herum und danach ging es ab auf den Belfried. 366 Stufen mussten bestiegen werden. Der Reiseführer hat uns schon gewarnt. Torsten schnallte sich Adele um, und dann ging es hinauf. Es hätte uns ja jemand warnen können, dass heute das Glockenspiel non stop läutet. Auf der vorletzten Plattform wechselten wir uns mit Adele ab, da es zu laut für sie war (und unsere stylischen Kopfhörer hatten wir leider nicht mit).  Später chillten wir in einem Park bevor es dann zur Brauerei ging. Belgien ist ja bekannt für ihr Bier. Es gibt alle Geschmacksrichtungen die man sich vorstellen kann (mit Cookiegeschmack). Die Führung war ganz nett, sie ging Trepp hoch Trepp runter und die Tante versuchte witzig zu sein. Am Schluss gab es noch ein Bier und ohne was im Souvenierladen zu kaufen, sind wir wieder fort. Wir bummelten noch zum Minnewater Lake und schauten kurz bei den Benediktiner-Nonnen im Kloster als der Regen uns voll erwischte. Pitschnass kamen wir im Hotel an. Später, wenn der Regen nachgelassen hat, wollen wir noch mal los und uns Brügge bei Nacht anschauen. 

17. Mai 2016

Brügge - Tag 1

Ein langer und anstrengender Tag geht langsam zu Ende. Gefühlt sind wir wieder einen halben Marathon gelaufen. Nur alles gemütlich und mit dem Kinderwagen. Gewickelt und gefüttert haben wir Adele unter freien Himmel, man reist mit Kind wesentlich langsamer. Dafür aber ist ein Baby ein absoluter Magnet und man kommt schneller mit Anderen in Kontakt. Wir haben uns mit belgischen Pommes den Magen voll geschlagen, wer hat sie nun erfunden- die Belgier oder die Franzosen? Brügge soll die best-erhaltende Altstadt Europas haben. Und das stimmt auch. Alles ist malerisch schön. So etwas haben wir noch nicht gesehen, und wir haben wirklich schon sehr viel gesehen! Wir haben eine Grachtenfahrt gemacht, waren auf dem Belfried, dem Marktplatz und in der Salvadore Kathedrale. Nun geht der Tag auch langsam zu Ende. Nur Adele zappelt noch munter umher und uns fallen fast die Augen zu. 

16. Mai 2016

Anreise nach Brügge

Von Chemnitz nach Brügge sind es 850km, die Fahrt  haben wir auf 2 Tage gesplittet, da es für Adele ziemlich uncool ist so lang die Rücksitzbank anzustarren. In Köln haben wir in einem Hotel eingecheckt. Hier war ein ziemlicher Tumult. An der Rezeption haben wir erfahren, dass hier eine feierliche Beschneidung stattfindet. Aha... 
Heute fuhren wir die letzte Etappe. Machten einen Stopp an einem Rastplatz und Adele verputze munter den Brei. In Brüssel machten wir einen Halt am Atomium, von 1958. Es war gigantisch groß!!! Und das schöne Wetter tat das übrige. In Brügge angekommen stutzten wir über dieMenschenmassen. War das nicht eine Kleinstadt? Auch hier erfuhren wir den  Grund. Fußball! Der FC (?) Brügge ist Belgischer Meister geworden, und die Stadt feiert ihren Verein. Ausnahmezustand! Nach dem Check In mischten wir uns unter die Feierwütigen und jubelten einem Verein zu, den wir bis dato nicht kannten. Wir aßen belgische Schokolade und tranken belgisches Bier. Ja, hier gefällt es uns - die Stadt hat einiges zu bieten.