9. März 2012

We love Tasmania

Tasmanien liegt ja nun wirklich am Arsch der Welt. Demzufolge ist hier auch das Internet vertreten, also fast gar nicht. Deswegen folgt heute das Tasmania Resümee und wenn wir wieder auf dem Festland sind folgen die Happy Friday Fun Pics (also Montag).

Tasmanien, wie schön. Okay, das Wetter könnte wesentlich besser sein, aber auch schlechter. Für Badenixen ist es hier auch nicht gerade toll, da es, wie bereits erwähnt, sehr sehr kalt im Wasser ist. Die Landschaft ist ein Traum. Dramatisch, wie ich in den letzten Tagen zu pflegen sagte. Es scheint so als ob Van Gogh zu viel Absinth getrunken hätte, um dann die gesamte Farbpalette auf Leinwand zubringen. Die Natur gibt eine wahnsinnige Farbenvielfalt wieder und formt sich von Flachland innerhalb weniger Kilometer zu einem spektakulären Gebirgszug zusammen. Für Wanderer, Naturliebhaber und Motorrad-Fans ist Tasmanien einzigartig und sensationell. Ich weiß nicht, wo auf so wenige Fläche so viel landschaftliche Schönheit noch zu finden ist.

Für Großstädter, die Party und Getummel lieben, ist Tassi nicht zu empfehlen, da hier wirklich gar nichts geht, also wirklich nichts. Die Hauptstadt ist kleiner als Chemnitz, das sagt doch schon alles!

Ich bin verliebt! In Torsten und jetzt auch in Tasmanien.

Love and Peace

8. März 2012

Hobart und Mt. Field National Park

Wir wollten eigentlich einen vollen Tag in Hobart verbringen. Es sind jedoch nur 2 Stunden geworden. Das war exakt die Zeit die wir am Parkautomaten maximal lösen konnten. Wir haben einen Stadtspaziergang entlang des Hafens, des Parlaments und des Stadtzentrums unternommen. Das sollte für einen kurzen Eindruck von Hobart genügen. Die Leute hier sind gegenüber den Sydneysider gemütlich, wohl beleibt und rennen gern vollgekleckert und mit Löchern in den Hosen rum, man könnte denken sie sind jederzeit startklar um in die Natur zu gehen. Hier leben ca. 200.000 Menschen und es ist die südlichste Bundeshauptstadt Australiens. Danach ging es weiter in den Mt. Field National Park, der liegt ca. 80km im NW von Hobart. Im Infocenter haben wir uns wieder mit Wanderkarten eingedeckt. Heute waren wir schon am Russell-Wasserfall, dieser hat 4 Stufen und an den "Big Trees". Die Bäume sind ca. 100m hoch, nur noch eine andere Baumart ist noch größer- die steht jedoch in den USA. Hier im NP gibt es auch Bäume die 2000 Jahre benötigen um 30m hoch zu wachsen. Ganz schön gigantisch! Morgen geht es wieder wandern.
Das Australien teuer ist wussten wir ja schon, aber Tassi ist unverschämt teuer. Hier einige Beispiele zum Schautern: eine Schachtel Zigaretten $20, ein Six-Pack Bier $36, ein Paprika Mix $7 und eine Waschmaschine für 30 Minuten mit kalten Wasser $4. Wir würden dann gern eine Spendenkonto für uns einrichten ;) Please Donate

7. März 2012

Port Arthur

Langsam sind wir von unserem Reiseführer enttäuscht. Alles wird als super toll und einzigartig beschrieben- nur um festzustellen, dass alles ganz anders ist. Wir sind nach Port Arthur gefahren, um etwas über die Geschichte Tasmaniens zu erfahren. Im Reiseführer stand, dass in der Stadt imponierende alte Gebäude und Ruinen stehen und Port Arthur eine Sträflingsanstalt war. Ein Teil davon wird als historisches Stadtzentrum beschrieben und der andere Teil als Besucherstätte gegen Eintritt. Das jedoch in Port Arthur nur 300 Leute in Holzhütten wohnen und alles Historische nur gegen Gebühr ist, nicht! Eintritt waren $36 pro Person, dazu konnte man noch individuelle "Specials" für weitere $20 buchen. Voller Enttäuschung sind wir wieder gegangen. Im Infocenter haben Broschüren mitgenommen und haben uns darin belesen. Naja, dafür hüpfen wieder Wallabies und komische andere Tiere,wo wir noch nicht wissen welche das sind, auf dem Campingplatz um uns herum. Auf der Fahrt hier her, haben wir wenigstens tolle Steilklippen und eine zerklüfftete Küste gesehen, unser Hightlight des Tages. Morgen gehts nach Hobart, wir hoffen das es dort schöner ist, vielleicht gibt es da was historisches zu entdecken, da Hobart die erste Sträflingskolonie auf Tasmanien war.

Bilder vom National Park

Gestern hatten wir keinen Handyempfang, deswegen kommt unser Blogeintrag erst heute.

Freycinet National Park - Tag 2

Das Wandern ist des Müllers Lust, und unsere inzwischen auch. Nachdem wir uns Zeit mit dem Aufstehen gelassen haben und frisch gestärkt waren, ging es zum Besucherparkplatz des National Parks. Auf dem Parkplatz hüpften Wallabies herum, die waren so zam, dass man sie streicheln konnte, so süss! Katja wollte es am liebsten behalten, aber gänge es nach ihr, hätten wir jetzt schon ein Känguru, einen Koala, einen Wombat und einen Zwergpinguin. Nach der Streichelstunde  haben wir unsere Wandertour begonnen. Wir wollten ursprünglich auf den Mount Amos. Er war mit 1,5km und 3 Stunden sowie Schwierigkeitsstufe "difficult" beschrieben. Doch auch diesen Berg haben wir nicht bestiegen. Nach ca. 500m häuften sich die Hinweisschilder, dass es sehr glatt bei Nässe sei (und es war natürlich nass, was sonst). Als der Pfad in Stein überging und ein Vorkommen nur auf allen Vieren möglich war, drehten wir um. Wir haben uns eine andere Route herausgesucht, die wir aber beim Umkehrpunkt verlängerten und einen nächsten Track anhingen. Über Stock und Stein, von einem Strand zum Anderen, über Dünen, durch Wälder und über Felsen sind wir gelaufen, und ja Tasmanien lohnt sich auf jeden Fall,wenn es nur nicht so verdammt weit weg wäre! Somit waren wir heute 5 Stunden auf den Beinen und wir sind 13 km gewandert. Unsere Beine fühlen sich jetzt auch ziemlich wie Gummi an.
Wir haben unsere Reise weiter in Richtung Hobart fortgestezt, stehen aber auf halber Strecke an einem kostenlosen Campingplatz mit Plumbsklo am Meer. Unser Auto ist so ausgerichtet, dass wir im liegen die Wellen beobachten können. Hören tun wir sie auch so, da ein heftiger Wellengang ist. Das Wasser hier ist übrigens eisigkalt, und ohne Neoprenanzug ist baden unmöglich, oder man ist einer von den ganz Harten!

5. März 2012

Freycinet National Park

Tasmanien besteht aus ca. 75% aus National Parks. Diese Kosten immer ordentlich Eintritt. Dafür kann man dann entweder sehr günstig campen oder sogar kostenlos. Nach dem wir gestern die Fähre verlassen haben, sind wir noch ein Stückchen ins Landesinnere gefahren und haben mit gefühlten 100 Wallabies wild gecampt. Hier sieht es wie in Europa aus. Kühe auf den Feldern, bunte Mischwälder und wir haben das erste mal Nadelbäume in OZ gesehen. Vor 200 Jahren wurde hier alles abgeholzt um Landwirtschaft zubetreiben. Daher sieht das Landesinnere very british aus.

Auf dem Weg in den Freycinet National Park haben wir die wahnsinnig tolle Landschaft von Tassi schon erlebt. Leuchtende goldene Felder mit Krüppelbäumen und dahinter die dunklen Gebirgszüge, davor noch ein River der sich durchschlängelt.
Morgen werden wir uns den Nationalpark hier genauer unter die Lupe nehmen, vielleicht erreichen wir dieses Mal den Gipfel??!

Katja ist heute das erste Mal gefahren, unsere neue Formel 1 Weltmeisterin, auch Sie hat wie ich beim ersten Mal alle Schlaglöcher mitgenommen :)

4. März 2012

Tasmanien

Wir haben lange überlegt ob und wie wir nach Tasmanien kommen. Billig war keine von beiden Optionen die wir hatten: Flug+Hostel+Tagestouren oder mit dem Camper auf der Fähre. Wir haben uns für die Fähre entschieden, so können wir uns wenigsten auf der Insel frei bewegen. Knapp $600 kostet uns die Fähre (hin- und zurück).
Halb 6 sind wir heute aufgestanden und das nach einer kurzen Nacht, da wir mit den Beiden von gestern doch noch mit Wein und Bier im Camp-Kitchen versackt sind. Natürlich hat es geregnet, und die Tropfen die auf unseren Camperdach fallen, klingen wie ein Maschinengewehr.
Das Einchecken auf die Fähre hat bestimmt 1,5 Stunden gedauert. Jedes Auto wurde nach Obst, Gemüse, Fleisch und Pflanzen untersucht. Das darf man nach Tasmanien nicht einführen.  Wir sorgten kurzzeitig für Panik und Aufregung und machten alle Angestellten nervös, weil wir kein Boardingticket hatten, sondern nur die ausgedruckten Unterlagen vom Reisebüro. Rechts ranfahren, Ausweis mitnehmen, aussteigen und mitkommen hiess es. Als wir aussteigen wollten, vielen die Unterlagen auf den Boden und die Boardingtickets lagen da. Wir und mittlerweile 3 Angestellte lachten, freuden sich und waren froh und wir konnten die große Rambe zur Fähre passieren. Um 9:30Uhr ging es dann endlich los und unsere Fahrt dauerte lange,unwohlfühlende, wellenstarke 9 Stunden.

3. März 2012

Regen, Regen und nochmal Regen in Melbourne

Melbourne ist die regenreichste Stadt Australiens. Das bekommen wir heute wieder zu spüren. Selbst die Australier sagen, dass es übermäßig regnet. In den Nachrichten kam die Meldung, dass 75% von New South Wales unter Wasser steht. Cooma, wo wir waren, hätte es besonders schwer getroffen. Die Bilder in den Nachrichten waren verheerend!! Zum Glück haben wir Cooma schon passiert.
Bis vorhin hätten wir nicht gedacht, dass wir den Campingplatz verlassen. Wir sind mit einen deutschen Paar ins Reden gekommen und die wollten zum Fussball. Jetzt sitzen wir mit denen im Stadion. Fussball ist hier nicht so populär wir in Deutschland. Das Stadion ist so gross wie in Leipzig und es sitzen nur gefühlte 1000 Mann hier. In 30 Minuten ist Anstoß und hier gibt es kein BIER, vll gehen deswegen Australier nicht zum Fussball ;)
Mal sehen was der Abend mit denen noch so bringt :)
Ach, es spielen: Melbourne Victory - Newcastel Jets; ein Erstligaspiel.

2. März 2012

Fotos von KW09 sind online

Unsere Happy Friday Fun Pics of OZ sind online. Heut ist euer letzter Arbeitstag- kommt mit uns ein wenig ins Träumen!

https://picasaweb.google.com/108522143519421630754/KW09?authkey=Gv1sRgCMqViba___zveg#slideshow/5715136898110665730

1. März 2012

Melbourne

Jetzt sind wir schon knapp 1 Monat in Australien und unser toller Van hat jetzt 2000km mehr auf dem Buckel. Unser Navi hat uns heute wärend der Rush-Hour einmal quer durch Melbourne geschickt. Das hat ganz schön unsere  Nerven strapaziert. Hier machen wir nun drei Tage Rast.
Wenn Australier Melbourne aussprechen verschlucken sie gleich mehrere Konsonanten. Das klingt dann wie: MLBN. Anfangs haben wir gerätselt was die meinen...

Melbourne hat wieder faszinierende Hochhäuser. Es ist nicht ganz so sauber wie in Sydney und hier herrscht mehr Multi-Kulti, so wie in Berlin. Alles ist bunt und viel Kunst prägt das Straßenbild.

Wir sitzen gerade beim Chinesen und warten auf unser Essen. Vorhin haben wir in den Nachrichten gesehen, dass es in Victoria Überschwemmungen gibt. Aber das ist "noch" nicht bei uns. Die Überschwemmungen wundern uns nicht mehr, denn der Boden scheint überhaupt nichts aufzusaugen. Wenn man auf eine Wiese tritt, hat man das Gefühl auf einen nassen Schwamm zu treten... Wir sind gespannt, ob und wann unsere Tour wegen einer closed Street unterbrochen wird.

Morgen erkundigen wir uns wegen einer Fähre nach Tasmanien, oder wir fliegen - mal sehen wonach uns ist. Haben wir schon eigentlich schon erwähnt, dass wir völlig ohne Zeitgefühl  leben?!

Witz des Tages : Wer lief uns heute in Melbourne über den Weg? Jawohl, die  foto- verbots- ignorierende Ordensschwester!!!!

29. Februar 2012

Phillip Island - Pinguin-Parade

Wir waren eben auf der Pinguin-Parade und hatten das Wärmste an, was wir mit haben. Trotzdem war es kalt. Der Wind hat uns ins Gesicht gepeitscht. Wir saßen auf einer Tribüne direkt am Strand.

Hier auf Phillip Island lebt die kleinste Pinguinrasse der Welt- mit ca. 30cm Größe.  Jeden Abend kommen sie in Gruppen aus dem Wasser und suchen ihre Nester und ihren Partner. Dabei kreischen sie und wedeln wild mit ihren kleinen Flügeln, springen über Wurzeln, fallen hin und stehen wieder auf und rennen los wie in der Formel 1. Pinguine sind echt so niedlich wie in Kinderfilmen. Leider war fotografieren verboten. Wir haben uns an das Verbot gehalten, und wisst ihr wer nicht? Eine Ordensschwester zückte unter ihrer Kutte die Cam hervor und knippste, wahrscheinlich im Auftrag Gottes - Amen.




28. Februar 2012

Wilson Promontory National Park - Tag 2

Letzte Nacht waren es leider zu viele Regentropfen um sie zu zählen. Ein Gewitter hat sich ordentlich über uns entladen. Der Wilson Promontory National Park ist mit Abstand der schönste National Park den wir bis jetzt gesehen haben. Wir sind eben von unserer 5 stündigen Wandertour zurück.
Man kann die Artenvielfalt kaum beschreiben. Auf dem ca. 10km Marsch waren wir in einer Sumpflandschaft, einem Eukalyptusbaumwald, einer Steppen- und Graslandschaft, auf einem Berg und in einer Waldregion die abgebrannt war. Wahnsinn, wie sich der Wald nach einem Brand wieder regeneriert. Im Eukalyptuswald hat es wie in der Kräuterdampfsauna in Eibenstock gerochen (behauptet Katja).

Mal sehen ob wir heute Abend Wombats sehen, die sollen nämlich abends über den Campingplatz laufen. Die Tiere hier fazinieren uns hier sowieso. Vögel in allmöglichen Farben und mit den sonderbarsten Lauten, sind so friedlich das sie beim Frühstück auf unsere Stühle fliegen. Ein Vogel klingt wie ein Affe und die Krähen schreien wie Babys und klingen verdammt wehleidig. Die Vögel die wir zu Hause in Käfigen halten, fliegen hier frei herum und das ist so schön anzusehen! Es gibt Ameisen, die geschlagene 2cm groß sind und heute haben wir die erste Schlange gesehen, aber sie war nur geschätzte 20cm und ziemlich dünn, trotzdem Grund genug für uns erschrocken zur Seite zu springen.

Jetzt lesen wir erstmal eine Runde, wir haben gestern von einem schweizer Paar 2 Bücher bekommen.

27. Februar 2012

Wilson Promontory National Park

Letzte Nacht waren gefühlte 30 Grad und eine Luftfeuchte von 100% im Camper. Trotz geöffneten Fenster wurde es nicht kühler. Geschlafen haben wir deswegen schlecht. Wir haben unser Lager gegen 8 Uhr verlassen. Sonst starten wir immer gegen 10. Es ging weiter Richtung Süden. Auf halber Strecke haben wir Halt gemacht, sind auf unsere Matratzen geklettert und haben für 2 Stündchen geschlafen. Danach ging es weiter im Regen, der bis jetzt anhält. Der Wetterbericht verspricht auch keine Besserung.

Im National Park angekommen, haben wir Mittag gekocht, seit dem Lümmeln wir im Camper ab.

Wir reisen momentan ziemlich allein. Wir hatten uns vorgestellt, schneller Anschluss zu Anderen zu finden. Das liegt jedoch daran, dass das Land riesen gross ist. Die Leute die verschiedensten Interessen haben.
Die einen reisen von Süden nach Norden, wir schon mal nicht. Die anderen surfen, wir wollen viel vom Land sehen. Und die fleißigen arbeiten, das wollen wir vielleicht ab Adelaide tun ;) und auf den Campingplätzen sind vorwiegend australische Rentner die mit ihren übergroßen Wohnmobilen das Land bereisen.

Das solls für heute an Informationen gewesen sein. Wir zählen jetzt die Regentropfen die auf unser Dach fallen :( Und morgen wird wieder gewandert (auch bei Regen).

Danke an Elisabeth M. für den Tipp, die ersten Eindrücke sind traumhaft. Morgen gibt es auch wieder ein Bild im Blog.

http://en.m.wikipedia.org/wiki/Wilsons_Promontory_National_Park

26. Februar 2012

Paynesville - Raymond Island

Es gibt sie doch- wildlebende Koalas. Wir sind mit der Fähre nach Raymonds Island gefahren, eine Insel die nur 50m vom Festland entfernt ist. Die Menschen haben hier kein Auto vor der Tür stehen, sondern ein Boot. Bis wir den ersten Koala entdeckt hatten, verging etwas Zeit. Dann haben wir sie in den Astgabelungen entdeckt. Katja möchte gern ein Koala sein, 19 Std. schlafen und 5 Std. essen - sagt sie....

25. Februar 2012

Lakes Entrance

Nach dem uns vorgestern die Touristeninformation mit Infos über die Region überversorgt hat, sind wir heute weiter in Richtung Süden gefahren. Es war unsere größte Tagesetappe mit 250km, und das bei einer Hitze (35 Grad) dass das Kühlwasser vom Auto quasi kochte. Heizung an ist doch immer wieder eine gute Lösung, jetzt freuen wir uns umso mehr aufs Outback. Unterwegs haben wir wieder an den wunderschönen Stränden Australiens halt gemacht. Vor dem Meer ist wie eine Art Seensystem. Erst kommt das Meer, dann die Düne, danach erstreckt sich ein Fluss der nur bei Flut in das Meer mündet. Fotos habe ich leider keine mit dem Handy gemacht, somit müsst ihr bis Freitag warten.

Neben uns auf dem Zeltplatz steht ein altes Ehepaar. Ein Gespräch entwickelt sich immer schnell und die erste Frage ist die nach unserer Herkunft. Nach dem ich dem Opi gesagt hatte, dass Chemnitz im Osten von Deutschland liegt, hat er gelacht und meinte das wir jetzt "frei" sind. Australier wissen doch einiges über die Deutsche Geschichte. Mal sehen ob wir heute Abend noch zu einem Plausch rüber gehen, doch jetzt gehts erstmal ins Dorfzentrum.

23. Februar 2012

Eden

Heute gibt es nicht viel zu berichten. Außer das wir wieder an die Küste gefahren sind. In den Bergen war es doch recht kühl. Dafür werden wir hier mit Sonne pur und 28 Grad belohnt. Wir liegen mal wieder nur am Pool, um etwas zu unternehmen ist es noch zu warm. Heute Abend geht es ins Centre.

Fakten, Fakten, Fakten:
- Türen werden in die andere Richtung ab/aufgeschlossen. Mich wundert es, dass der Wasserhahn die Drehrichtung beibehalten hat. Jedes mal schließen wir instinktiv in die falsche Richtung
- Hey, how are you - klingt wie ein Wort
- jeder 2. Australier erkrankt an Hautkrebs
- Homoehen sind nicht anerkannt
- jedes Handy ist ein iPhone
- der Durchschnittsaustralier arbeitet 41 Std. in der Woche und erhält $1145, das Renteneintrittsalter ist 60 Jahre
- die Miete für die Wohnung wird wöchentlich bezahlt

22. Februar 2012

National Park Kosciuszko

Wie man das ausspricht weiss ich nicht, aber ich weiss das Cooma nicht viel mit den Snowy Mounains zu tun hat. Obwohl hier an jeden Straßenrand Werbung für Wintersport gemacht wird. Berge sind hier auch keine... Okay - Cooma ist das Tor zu den Snowy Mountains, so wird es im Reiseführer beschrieben.

Wir haben an der Rezeption von unserem Campingplatz nachgefragt, wo die Berge sind und wo man wandern kann. Man sagte uns, dass sei 90km entfernt. Als ich ihr sagte, dass es aber weit sei, antwortete sie nur mit einem Lächeln „für Australier ist das gar nichts". Wenn Schnee liegt ist auf dem Campingplatz Hochsaison- für mich unvorstellbar, da fahr ich lieber nach Österreich :-)

Wir haben uns auf den Weg in den Nationalpark Kosciuszko gemacht. Hier ist auch Australiens höchster Berg mit über 2200m. Den Gipfel wollten wir besteigen, aber ein Gewitter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir waren fast auf dem Gipfel!!! Naja egal, in Schottland haben wir den Gipfel auch nicht erreicht. Das Wetter war angenehm mit wolkigen 22°C. Nach 5 Stunden Wandern und Hunger im Bauch sind wir zum Campingplatz zurück gefahren.

Es gab gerade Abendbrot. Reis mit gebratenen Frankfurtern und süßsaurer Soße, dazu Tomatensalat. Ja das ist eine komische Komposition aber Campen lässt solche Kreationen zu! Katja wäscht gerade auf und meint ich soll noch schreiben, dass sie beim Wandern nicht wusste wo sie zu erst schauen sollte. Auf den Boden nach Schlangen oder nach Spinnen, die sich von Bäumen hängen lassen. Sie war fast nur damit beschäftigt nach oben und unten zu schauen. Es gab von beiden nichts, dafür viele Salamander und Fliegen.

21. Februar 2012

Space Centre und Snowy Mountains

Canberra liegt mitten im Nirgendwo, es ist zu vergleichen wie Las Vegas in Nevada. Heute haben wir Canberra verlassen und haben die City zur Rush-Hour durchquert. Australier scheinen Autofahren zu lieben. Das Benzin ist verglichen zu den Lebensmitteln sehr billig- 1.22€. E10 hat auch Einzug in Australien gehalten, nur ist hier das Benzin mit 91 Oktan mit Bioethanol versetzt.

Unser erster Stopp war das „Canberra Space Center". Das liegt ca. 40km im SW von Canberra. Hier befindet sich ein 73m großes Radioteleskop. Der Eintritt war frei und wir haben viele Informationen über Mondlandungen und andere NASA-Missionen erhalten. Aktuell kommuniziert das Space Center noch mit den Sonden Voyager 1 & 2, Galileo und verschiedenen Marssonden.

Danach ging es zurück auf den Highway. Unterwegs haben wir in einem Dorf getankt. Die Tankstelle muss geschätzte 100 Jahre alt sein, und alle sah so aus wie früher. Jetzt sind wir in den Snowy Mountains, nur liegt hier zum Sommer kein Schnee. Letzte Nacht soll es hier wie aus Eimern geschüttet haben und der Campingplatz steht unter Wasser. Wir sitzen grad im Camper, es geht auf den Abend zu, wenn es weiter regnet gehen wir heute Abend ins City-Centre von Cooma und trinken uns das Wetter schön :)

Morgen ist wandern angesagt.

20. Februar 2012

Canberra - Tag 2

Canberra ist wirklich keine sehenswerte Stadt. Wir sind wieder viel gelaufen und gesehen haben wir wenig. Ich habe noch nie in einer Weltstadt so wenig Bilder geschossen wie hier.
Besucht haben wir das Alte und Neue Parliament House und das War Memorial Museum.
Das Parlament ist für die Öffentlichkeit zugänglich und kostet keinen Eintritt. Getagt wurde heute nicht, danach ging es ins City-Center zum Mittag und anschließend ins Kriegsmuseum. Das war echt beeindruckend und vor allem bewegend. Hier wurde die Rolle Australiens in den letzten beiden Weltkriegen aufgezeigt.

Jetzt sitzen wir wieder im City-Center, ich schreibe Blog mit dem Handy und Katja surft bei FB, neben uns eine Tüte Gummibären von Aldi. Das Wulff abgetreten ist, haben wir auch mitbekommen. Es ist abends 17:30 und die Geschäfte schließen - das ist Canberra eine komische Weltstadt ;)