16. Juli 2016

Weiterfahrt nach Lyon

Es war an der Zeit dem Elsas "Au revoir" zu sagen. Die kalte Nacht hat uns zeitig aufstehen lassen. Wir haben gefrühstückt und die Koffer gepackt. Ganze 1 1/4 Stunden haben wir benötigt, um alles abzubauen und zu verstauen. Danach ging es noch tanken und endlich gen Süden. Ganze 400km sind wir heute gefahren und die Franzosen haben 30€ Maut kassiert - ganz schön Happig!!!! Auf den Autobahnanzeigen stand "solitaires avec Nice", ein komisches Gefühl es alle paar Kilometer zu sehen. Sonst kennt man es nur aus dem TV. 
Endlich ist es warm, heute waren 26 Grad und die nächsten Tage sollen 35 Grad werden. Wir stehen für die nächsten Tage auf einem Campingplatz ca. 15 km nördlich von Lyon. Mehr als bei Lidl einkaufen haben wir heute nicht geschafft. Mit dem Franzosen können wir uns einfach nicht anfreunden. Die sind arrogant und unfreundlich. Es wird regelrecht durch uns hin durch gesehen. Bonjour ist nicht nur eine Begrüßung sondern eine Deutung des Rezeptes. Katja will die Franzosen umerziehen und grüßt nun alle. Ob das was bringt? 

15. Juli 2016

Weinstraße und Vogesen

Heute haben wir einen Teil der Route des Vines d'Alsace befahren. Die Straße windet sich durch die Weinberge und führt an märchenhafte Fachwerkdörfer vorbei. In Ribeauvillé schlenderten wir die Kopfsteinpflasterstraße entlang und fanden uns zurückversetzt ins Mittelalter. Oben auf dem Berg thronte eine alte Burgruine, ringsum was auch sonst, Weinberge.
Zur Förderung der Deutsch-Französischen-Freundschaft verschenkten wir noch unser Parkticket und weiter ging es zur Châteu du Haut Konigsbourg. Eine sehr gut erhaltene mit turmgespickte Rapunzelburg, erwartete uns. Das Rundumpanorama über die Vogesen war wunderschön und so fuhren wir danach auch noch direkt hinein in die abertausenden Hügel der Vogesen. Entlang der Route des Cretes wollten wir ins ein Gasthaus aus Torstens Arbeitszeit. Es hatte geschlossen, so kehrten wir in eine Meierei mit Restaurant ein, es war lecker jedoch wurden wir verarscht - nix mit deutsch-französischer-Freundschaft...

Eine alte Frau (okay, es gibt auch nette Franzosen)  war hin und weg von Adele (auch wenn sie dachte, sie sei ein Junge!). Sie erzählte uns von Nizza und dem Anschlag, wir sollten doch lieber hier bleiben, hier ist es sicher. Gänsehaut! Der Terror ist so nah und wieder sind wir auf unseren Reisen konfrontiert. Wie wir unsere weitere Reise planen, wissen wir noch nicht. 


14. Juli 2016

Regen, Regen und Colmar

Nach einer nicht endenden kalten Nacht, hat nur einer von uns Dreien gut geschlafen- Adele. Sie schlummert in unsere warmen Mitte, sie hatte Platz, wir keinen. Auf dem Plan stand Colmar, die Hauptstadt des Elsässischen Weins. Nur das Wetter spielte anfangs nicht so richtig mit. Aussagen wie: "lass uns die Sachen packen und an die Côte d'Azur fahren, da ists wenigstens warm" fielen heute morgen. Irgendwann erreichten wir doch Colmar. Ja, sind wir denn in Erfurt? Ein Fachwerkhaus nach dem anderen in kunterbunten Farben und übbigen Blumenkästen zierten das historische Stadtzentrum. Wir spazierten bei schönstem Sonnenschein durch die Altstadt. Entlang am Bartholdi Museum, zur Statue, die kleine Lady Liberty begrüßte uns schon am Ortseingang. Die Colmarer sind stolz auf Ihrem Sohn, dem Schöpfer der Freiheitsstatue von New York.
Colmar ist eine Besichtigung wert, sehr hübsch anzusehen!

13. Juli 2016

Munster und "mentales ankommen"

Gestern waren wir froh, dass wir den Tag im trockenem überstanden haben. Aber letzte Nacht fing der Regen an und wollte heute auch nicht wirklich aufhören. Wir hatten uns absichtlich nichts vorgenommen weil wir erst einmal in Frankreich mental ankommen wollten. Es ging nur einkaufen und zu einem kurzen Abstecher nach Munster. 

Das Zelt steht nun endlich auch mit Vorzelt und der Zeltteppich ist auch ausgerollt und zugeschnitten. Torsten modifiziert und passt an wo es nur geht. 

Wir sind hier in den Vogesen umgeben von Weinbergen. Ach und das französische Volk ist auch versoffen. Ständig muss der Platzwart den Flaschenbehälter leeren. 

Wir haben eben unseren Heizlüfter angeschmissen und hoffen auf eine warme Nacht. 

12. Juli 2016

Flugzeugmuseum Sinnsheim und französischer Grenzübertritt

Unsere gestrige Pension gehörte zu einer Metzgerei. Deswegen fiel unser Frühstück auch sehr deftig aus. Frische Wurst und ein Ei zierten den Frühstückstisch. Gestärkt ging es dann ins Flugzeug- und Automobilmuseum nach Sinsheim. Torsten ist schon mehrfach auf der Autobahn daran vorbei gefahren und wollte unbedingt dahin. Es war grandios! Es ist gigantisch groß und es ist auch für Leute geeignet die sich dafür nicht interessieren. Highlight war, dass man in die Flugzeuge hinein konnte, in schwindelerregender Höhe. Adele hatte Katja auf dem Rücken geschnallt, so konnte alles problemlos erklommen werden. 
Wir wollten heute auf jeden Fall noch französischen Boden betreten. Wir hatten schon einen Campingplatz herausgesucht, aber wie so oft gab es eine Planänderung. Der Himmel zog sich immer mehr zu und wir hatten Panik das Zelt im Regen aufbauen zu müssen. Plötzlich tauchte ein Schild "Camping" auf. Wir haben den Blinker gesetzt und nun stehen wir hier. Wo genau wir sind, wissen wir nicht, aber das finden wir morgen heraus. Geregnet hat es immer noch nicht. Wir sind allein unter Belgiern und Holländern, es tut gut kein Deutsch zu hören. Die Flasche Wein steht auf dem Tisch - die Auszeit von Deutschland, Alltag und Arbeit hat somit begonnen...

11. Juli 2016

Sinsheim

Als Elternzeit wird in Deutschland ein Zeitraum unbezahlter Freistellung von der Arbeit nach der Geburt eines Kindes bezeichnet. Für den finanziellen Ausgleich kommt der Staat für ingesamt 14 Monate auf. Die Zeit soll für die familiäre Sorge des Kindes verwendet werden. Aber was soll man zu Hause 2 Monate lang gemeinsam machen? Auch wenn Sommer ist, glaub ich das ganz schnell die Langeweile kommt. Nun ist Adele 7 Monate alt. Alt genug um mit ihren verrückten Eltern zu reisen. 
Wir haben lange gerätselt wohin es gehen soll. Wir wollten einst nach Norwegen. Aber letztendlich war es uns im Norden zu kalt und zu teuer. Unser neues Ziel ist Frankreich. Südfrankreich! Und das alles mit dem Zelt! 

Unser erster Stopp ist Sinsheim. Weiter sind wir heute nicht gekommen. Mit Dachbox, vollem Auto und zum Teil  nörgelndem Kind haben wir für 420km ca. 5,5 Stunden benötigt. Torsten hat sich schon lange vorgenommen in das Luftfahrtmuseum zu gehen. Und das wird morgen auch unser erstes Highlight sein. 

Wir sage Gute Nacht! 

20. Mai 2016

Ostende - Tag 3 & 4

Gestern haben wir es verpasst einen Eintrag zu schreiben- Deswegen der Nachtrag.

So viel ist bei uns auch nicht passiert. Wir waren erst in Zeebrügge, von weiten haben wir jedoch nur einen großen Industriehafen gesehen. Deswegen ging es direkt weiter nach Ostende.
Hier sind wir bei Sonnenschein die endlos wirkende Promenade hinauf und wieder hinab spaziert.

Heute ging es über Holland und einem Camping-Outlet wieder gen Heimat. Wir sind über Nacht bei unseren Travelmates in Bochum geblieben. Am Samstag geht es dann auch wieder nach Hause.



18. Mai 2016

Brügge - Tag 2

Heute sollte laut Wetterbericht der Tag sehr durchwachsen werden. Deswegen haben wir uns viele Museen herausgesucht. Jeder Weg in Brügge führt über den Markt. Und heute war großer Markttag. Einmal rings herum und danach ging es ab auf den Belfried. 366 Stufen mussten bestiegen werden. Der Reiseführer hat uns schon gewarnt. Torsten schnallte sich Adele um, und dann ging es hinauf. Es hätte uns ja jemand warnen können, dass heute das Glockenspiel non stop läutet. Auf der vorletzten Plattform wechselten wir uns mit Adele ab, da es zu laut für sie war (und unsere stylischen Kopfhörer hatten wir leider nicht mit).  Später chillten wir in einem Park bevor es dann zur Brauerei ging. Belgien ist ja bekannt für ihr Bier. Es gibt alle Geschmacksrichtungen die man sich vorstellen kann (mit Cookiegeschmack). Die Führung war ganz nett, sie ging Trepp hoch Trepp runter und die Tante versuchte witzig zu sein. Am Schluss gab es noch ein Bier und ohne was im Souvenierladen zu kaufen, sind wir wieder fort. Wir bummelten noch zum Minnewater Lake und schauten kurz bei den Benediktiner-Nonnen im Kloster als der Regen uns voll erwischte. Pitschnass kamen wir im Hotel an. Später, wenn der Regen nachgelassen hat, wollen wir noch mal los und uns Brügge bei Nacht anschauen. 

17. Mai 2016

Brügge - Tag 1

Ein langer und anstrengender Tag geht langsam zu Ende. Gefühlt sind wir wieder einen halben Marathon gelaufen. Nur alles gemütlich und mit dem Kinderwagen. Gewickelt und gefüttert haben wir Adele unter freien Himmel, man reist mit Kind wesentlich langsamer. Dafür aber ist ein Baby ein absoluter Magnet und man kommt schneller mit Anderen in Kontakt. Wir haben uns mit belgischen Pommes den Magen voll geschlagen, wer hat sie nun erfunden- die Belgier oder die Franzosen? Brügge soll die best-erhaltende Altstadt Europas haben. Und das stimmt auch. Alles ist malerisch schön. So etwas haben wir noch nicht gesehen, und wir haben wirklich schon sehr viel gesehen! Wir haben eine Grachtenfahrt gemacht, waren auf dem Belfried, dem Marktplatz und in der Salvadore Kathedrale. Nun geht der Tag auch langsam zu Ende. Nur Adele zappelt noch munter umher und uns fallen fast die Augen zu. 

16. Mai 2016

Anreise nach Brügge

Von Chemnitz nach Brügge sind es 850km, die Fahrt  haben wir auf 2 Tage gesplittet, da es für Adele ziemlich uncool ist so lang die Rücksitzbank anzustarren. In Köln haben wir in einem Hotel eingecheckt. Hier war ein ziemlicher Tumult. An der Rezeption haben wir erfahren, dass hier eine feierliche Beschneidung stattfindet. Aha... 
Heute fuhren wir die letzte Etappe. Machten einen Stopp an einem Rastplatz und Adele verputze munter den Brei. In Brüssel machten wir einen Halt am Atomium, von 1958. Es war gigantisch groß!!! Und das schöne Wetter tat das übrige. In Brügge angekommen stutzten wir über dieMenschenmassen. War das nicht eine Kleinstadt? Auch hier erfuhren wir den  Grund. Fußball! Der FC (?) Brügge ist Belgischer Meister geworden, und die Stadt feiert ihren Verein. Ausnahmezustand! Nach dem Check In mischten wir uns unter die Feierwütigen und jubelten einem Verein zu, den wir bis dato nicht kannten. Wir aßen belgische Schokolade und tranken belgisches Bier. Ja, hier gefällt es uns - die Stadt hat einiges zu bieten. 


30. August 2015

Tag 14 - Expo 2015

Expo! Gigantische Expo! 2015 findet die Weltausstellung in Mailand statt. 20 Millionen werden erwartet. Gefühlt waren heute die Millionen da, aber uns wurde gesagt, dass es verhältnismäßig ruhig zu ging, aha! Wir hatten heute Babybauch-Bonus! Nirgends mussten wir anstehen, beim Security Check wurden wir vorbei geschleust, bei den Toiletten,  und selbst bei den einzelnen Pavillons. Eine schwangere Frau lässt man eben nicht warten. Somit kamen wir zügig voran. An manchen Pavillons warteten die Menschen 2h in der Schlange um Einlass. Wir sahen uns anfangs viel Pavillons Dritter Weltländer an. Verhältnismäßig waren wir enttäuscht. Es wurden ein paar Reisschalen aufgebaut und das wars. Irgendwann kam die Erleuchtung, ahja.. Mehr haben die auch nicht. Daneben standen prunkvolle Bauten, wie Saudi Arabien, USA, Germany... Deutschland übertraf alles. Sensationell! Man hätte allein hier einen ganzen Tag verbringen können- zum Thema Landwirtschaft. Die VAE widmeten sich dem Thema Safe Water auf Leinwand. 2020 ist die Expo in Dubai! Also wir merken uns das schon mal vor :) leider konnten wir trotz Bonus nicht alles sehen. 145 Länder repräsentierten sich und die Hitze setzte uns arg zu. Fazit für die Expo! Ja, Ja, Ja! Aber ein Handicap wäre sinnvoll,  und wenn es ein Kissen unter dem Bauch ist. Nun sitzen wir in einer mega tollen Pizzeria mit all you can eat, dass beste ist man muss nicht  mal aufstehen, die Pizzen kommen an den Tisch. Entweder Si or No! Gerade richtig, für unsere geschunden Füße. Es gab nun eine kleine Planänderung. Wir fahren morgen bereits nach Deutschland zurück zu Dine nach Rosenheim, unsere Freundin aus Australien. Wir sind Italienmüde und freuen uns auf Dine.

29. August 2015

Tag 13 - Mailand

Mailand - Stadt der Mode, Nein- wohl eher Stadt der Gerüche. Von Mode haben  wir hier nicht viel mitbekommen. Dafür hat es an jeder Straßenecke gestunken. Mal war es Urin, dann Fisch oder Essensreste. Mailand ist keine typische italienische Stadt wie wir es erwartet hatten. Mit Rom hat Mailand auch keine Gemeinsamkeit. Mailand ist Mailand, man kann es kaum beschreiben. Mailand wirkt ein ganzes Stückchen jünger.
Nach den Frühstück ging unsere Entdeckungstour los. Nachdem wir ein paar Haltestellen zu weit gefahren sind, haben wir den Mailänder Dom endlich gefunden. Hier tummelten sich schon wieder tausende Touristen. Wir haben uns diesmal für den Sightseeingbus entschieden und haben alles sehenswerte abgefahren. Aber zu Fuss sieht man eben mehr. So sind wir auch wieder viel gelaufen. Mit unserem Metroticket sind wir auch paar mal in die Straßenbahn eingestiegen und haben abgekürzt. In Chinatown haben wir Mittag gegessen. Es war Glück das wir dort ein Restaurant gefunden hatten, denn hier hatte alles geschlossen. Keine Menschen weit und breit und das in einer Millionenstadt. Aber dann endlich auf der Haupteinkauflmeile war dann ein Noodlerestaurant. Wir aßen eine Suppe, die Kellner und Gäste lachten, als wir dann doch Besteck verlangten. Danach liefen wir durch einen Park, hier sah man leider viele Obdachlose die auf den Bänken schliefen, die Kehrseite zur Kosmopolitischen Weltmetropole.  In Mailand ist noch viel erhalten, ganze Straßenzügen sind noch historisch und man fühlt sich in Zeiten von Leonardo da Vinci zurück versetzt. Das Abendmahl ruht auch hier, angeschaut haben wir es uns aber nicht. Da sind wir dann doch eher Kunstbanausen. Wir sind etliche Kilometer wieder auf den Beinen gewesen. Wenn Katja läuft geht es ihr gut, aber sobald sie zur Ruhe kommt macht die Bambina Terror im Bauch. In die Kathedrale sind wir auch nicht hinein gegangen, zu viele Massen standen an und Eintritt musste auch gezahlt werden, das Imposante von außen lässt erahnen, dass es drin ebenso pompös aussieht. Fazit für Mailand: Trotz der Gerüche und anders als erwartet, we love it! Es ist eine Reise wert, gern auch mit mehr Zeit und mit mehr Geld.

28. August 2015

Tag 12 - Portovenere und Weiterreise nach Mailand

Nachdem wir unseren Campingplatz heut morgen verlassen hatten, steuerten wir die Küste von Ligurien an.Wir verließen also die schöne Toscana um über Ligurien in die Poebene zu fahren. Die Fahrt durch die grünen Berge war wundervoll. Überall an den Berghängen ragten kleine bunte Städtchen hervor. In La Spezia angekommen fanden wir jedoch keinen Parkplatz! Wir waren kurz davor durchzudrehen, in der ganzen Stadt war kein Plätzchen frei, wo wir uns hätten abstellen können. Völlig entnervt steuerten wir dann unser 2. Ziel des Tages an- Portovenere. Hier standen wir vor dem selben Problem, jedoch hatten wir kurz vorm Aufgeben noch Glück gehabt. Portovenere ist ein kleines Städtchen auf einer Halbinsel in einer Bucht mit einer hübschen Strandpromenade und einer Festung. Wir bummelten an der Promenade entlang, aßen mal wieder Eis und liefen zur Festung. Heute machte uns die Hitze arg zu schaffen, bei 33Grad knallte sie gnadenlos herab. Wir schauten uns die Festung etwas lieblos an, denn wir wollten nur noch eins: Schatten! Den fanden wir in den engen Gassen wieder. Es war wie im Film. die Blumen rankten und die Wäsche wurde über die Straße gespannt. In den kleinen Geschäften konnte man Öl, Wein und Pesto kaufen. Irgendwann traten wir unsere Weiterreise nach Mailand an. Wir fuhren weiter Richtung Milano, die Freude war groß endlich in der Modemetropole anzukommen. Leider war auch die Fahrt wieder lang und ätzend, Autofahren in Italien macht wirklich keinen Spaß.

27. August 2015

Tag 11 - Lucca und Toscana-Gebirge

Irgendjemand hat einmal gesagt "Fahrt nach Lucca, da ist es schön"! Gesagt getan und haben es auch für schön empfunden. Mittlerweile war Lucca die 5. italienische Kleinstadt die wir gesehen haben. Viel unterscheiden sie sich dennoch nicht. Enge Gassen, große Kathetralen, Marktplätze und eine Stadtmauer. Wir wollten heute noch ein wenig wandern gehen und die Weinberge und Olivenhaine ganz nah sehen. Im Internet haben wir nach Wanderwegen gesucht, aber so erfolgreich waren wir nicht. Wir sind auf gut Glück in die Berge gefahren. Haben an einem kleinen Mini-Dörfchen halt gemacht, wo wahrscheinlich noch nie ein Tourist halt gemacht hat. Wir kamen uns wie Eindringlinge in der Einöde vor. Interessant war es trotzdem. Wir kamen an den erhofften Oliven- und Weinbergen vorbei, aber eine Wanderung war es nicht. Aber das war auch gut so. Heute war es sehr heiß und das auf und ab in den Bergen fiel Katja nicht so leicht, wie sie's gewohnt war. Am Campingplatz angekommen, sprangen wir zur Erfrischung noch einmal ins Meer. Somit können wir nun noch behaupten, im Mittelmeer baden gewesen zu sein...

26. August 2015

Tag 10 - Campingplatz und Pisa

Heute haben wir mal richtig ausgeschlafen. Und weil schlafen so schön ist, sind wir nach dem Frühstück gleich wieder ins Zelt gestiegen und haben weitergeschlafen. Eigentlich wollten wir 13 Uhr mit dem letzten Shuttleservice zum Strand fahren. Aber den haben wir verpasst. 600 m zu Fuss waren uns zu weit. Somit haben wir mit lesen und viel schlafen auf dem Campingplatz verbracht. 16:00 Uhr sind wir dann endlich nach Pisa  aufgebrochen. Pisa liegt nur 14km von unserem Campingplatz entfernt. In Pisa sind wir einmal durch das Stadtzentrum gelaufen und haben wie die anderen Touris auch den Schiefen Turm angeschaut. Das er so schief ist, hätten wir beide nicht gedacht. Pisa ist ganz wunderbar, wir können nicht verstehen warum allen sagen, dass die Stadt nicht mehr zu bieten hat außer den Turm. Die Straßen sind voll mit Geschäften und Cafés und die Altstadt versprüht viel Charme. Katja kaufte sich noch eine Handtasche und war sowieso happy. Wir essen eigentlich täglich Eis, aber das perfekte italienische Eis haben wir noch nicht gefunden. Naja, da bleibt uns nix weiter als weiter auszuprobieren :)

25. August 2015

Tag 9 - Weiterfahrt an die Mittelmeerküste, Pisa und Lucca

Heute sind wir knappe 300 km gefahren- von der Adriaküste an die Mittelmeerküste. In Italien ist ein langsames Vorankommen, für 300km braucht man einen halben Tag. Zum einen ist hier ein Tempolimit von 130, zum anderen schleichen die Italiener wie Schnecken und halten keinen Sicherheitsabstand und kleben einen förmlich auf der Stoßstange. Mit viel Hunger sind wir angekommen und haben Ausschau nach einer Pizza gehalten. In der ersten Pizzeria wurden wir einen Tisch zugewiesen, da wir jedoch die einzigen Gäste waren, sind wir wieder gegangen. In der zweiten Pizzeria wurde uns keine Aufmerksamkeit geschenkt. Auch hier sind wir wieder gegangen. Erst bei der dritten Pizzeria hatten wir Glück. Weniger Glück hatten wir bei unseren Campingplatz, wir hatten schon eingecheckt, als wir jedoch die Toiletten gesehen haben sind wir wieder gefahren. Es gab kein klopapier und eine klobrille gab es auch nicht. Wir sind einfach weitergefahren. Im Nachbarort haben wir dann einen gemütlichen Campingplatz gefunden der uns auch zugesagt hat. Hier werden wir die nächsten Tage bleiben und Unternehmungen von hier aus starten...

24. August 2015

Tag 8 - Cittia di San Marino

Heute morgen war alles grau in grau. Wir dachten schon, dass wir das Hostel gar nicht mehr verlassen würden. Gegen Mittag zog es dann endlich auf und wir nutzen die Regenpause um in die Hauptstadt von der Republik San Marino zu starten. Die Republik hat ca. 33.000 Einwohner, nur 4.200 davon leben in San Marino. Seit heute wissen wir auch warum. Sie besteht aus einer Festung hoch oben auf dem höchsten Berg Monte Titano. Umgeben von engen kleinen Gassen mit Boutiquen. Wir schlenderten durch die historische Altstadt, lunsten in die Kathedrale und zwängten uns wieder einmal an etlichen Touristen vorbei. So langsam gehen die Menschenmassen enorm auf den Nerv. San Marino ist wirklich sehenswert, aber wir sehnen uns nach Natur und Ruhe. Italien ist reich an schönen Städten, aber wir wollen auch das andere kennenlernen. Fern ab von Menschen und Gebäuden, mal schauen ob uns das noch gelingt.

23. August 2015

Tag 7 - Ein Nachmittag in Ferrara und Ankunft in San Marino

Heute morgen haben wir unser Zelt abgebaut und haben die Touri-Region verlassen. Ziel des Tages sollte der Staat San Marino weit über den Meeresspiegel sein. Leider standen wir 2 Stunden im Stau, die Hauptsession ist vorbei und die allgemeine Abreisewelle verschluckte uns. Nach 170km machten wir einen Stop in Ferrara. Laut Reiseführer ein Must See. Wir parkten das Auto und mussten verstellen: absolute Einöde, es fehlte nur noch der Strohballen der über die Straße wehte. Wir liefen die Gott verlassene  Hauptstraße entlang, bogen links weg und plötzlich waren wir auf einem belebten Markplatz. Wahrscheinlich tummeln sich alle Einwohner zum Sonntag dort herum. Die Altstadt war wirklich eine wahnsinnige Augenweite und der Reiseführer hatte mit dem Must See nicht gelogen. Eine Kathedrale, eine Burg, ein Wassergraben, enge Gassen, ein Flohmarkt im Hinterhof. Alles hatte Ferrara zu bieten. Nach 2stündiger Bummeltour nahmen wir wieder die Fahrt auf. Kurz vor San Marino mussten wir einen Fahrerwechsel machten, Katja wollte nicht die riesige Bergstadt hinauf fahren (da hat Teneriffa wohl Schäden hinterlassen). Torsten meisterte die Strecke ohne Probleme und wir checkten für die nächsten 2 Nächte im Hostel ein. Leider soll das Wetter nicht so rosig werden, und campen bei Regen macht nun wirklich keinen Spaß.

22. August 2015

Tag 6 - Venedig

Unser Tag begann ohne Stress. Obwohl wir uns Venedig vorgenommen haben, haben wir ausgeschlafen. Kurz nach 10 Uhr legte das Boot hier im Hafen ab um nach Venedig über zusetzen. Eine knappe halbe Stunde hat die Überfahrt gedauert. Kaum angekommen, wurden wir schon erschlagen von Venedigs Einzigartigkeit und Schönheit. Der Canal Grande präsentierte uns schon sofort, etlichen Brücken und in den ersten Minuten hatte uns Venedig schon in den Bann gezogen. Leider zerstören die Millionen Touristen dieses Flair. Menschenströme zogen durch die engen Gassen. Die Gastronomie hat dementsprechende Wucherpreise, die einem schon weh tun. Die Gassen waren voll an Läden und spendeten wohltuenden Schatten. Die Sonne ballerte den ganzen Tag. Wir machten keinen Hardcore-Sightseeing-Tag, sondern ließen uns einfach treiben. Wir machten Halt auf dem Markusplatz und fuhren mit dem Lift auf dem Campanile di San Marco. Vom Glockenturm hatten wir einen sensationellen Blick über Venedig und der venezianischen Lagune. Nach fast 7h fuhren wir wieder zurück und sprangen zur Abkühlung noch einmal ins Meer. Fazit des Tages: Venedig ist traumhaft, nur sollte hier dringend etwas getan werden um die Stadt und Einwohner zu schützen. In solch einer Touri-Hochburg möchte niemand leben. (Was man auch an der fallenden Einwohnerzahl sieht). Aber heute dürfen wir uns nicht beschweren, wir waren 2 von 15 Millionen Besucher pro Jahr.

21. August 2015

Tag 5 - Strandtag am Campingplatz

Heute haben wir den ganzen Tag gegammelt.... Haben einfach mal nichts getan außer lange geschlafen, am Strand geschlafen, am Nachmittag geschlafen und gleich gehts wieder schlafen. Zwischendurch waren wir zwei mal baden und sind eben wir vom Sonnenuntergang angucken rein. Die Sonne ging über Venedig unter, es war ganz wunderbar. Zwischendurch waren wir noch im Supermarkt, dass war gar nicht so wunderbar! Schon auf dem Parkplatz hätte uns auffallen müssen, dass wir umzingelt von Deutschen waren. Der Supermarkt war brechend voll mit Deutschen. Sowas wollen wir ja eigentlich gar nicht, wollen kein Deutsch hören noch sprechen. Der touristische Urlaub ist eben nichts für uns.

20. August 2015

Tag 4 - Grotta Gigante und Weiterfahrt Richtung Venedig

Irgendwie kann es Torsten nicht lassen. Sein innerer Wecker hat wieder um sieben geklingelt und hat Katja wieder mit Aufstehen genervt. Obwohl auch in Italien die Uhren langsamer schlagen, gibt es Frühstück nur bis spätestens 9 Uhr. Das ist natürlich Grund genug um so zeitig aufzustehen ;-)

Nach unserem kleinen Frühstück mit selbstgemachter Marmelade ging es dann endlich los.

Unser erster Stopp "Grotta Gigante"- die größte Tropfsteinhöhle Europas. Ganze 100m und 500 Treppenstufen ging es nach unten, die wir auch wieder hinauf mussten. Die Höhle war echt gigantisch! Gefühlt wie ein Fritz-Heckert-Wohnblock!

Danach ging es 2 Autostunden Richtung Venedig. Gefahren sind wir diesmal Landstraße um etwas von der Landschaft zu sehen.

Endlich waren wir am Ziel angekommen.  Ganze 50€ pro Nacht kostet der Campingplatz hier. Er ist riesengroß, touristisch völlig überlaufen, und man ist wie Ölsardinen mit anderen Campern zusammen gequetscht. Nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Wir wollten Ruhe und Natur und nun das! Katja wollte hier wieder weg, Torsten buchte ihn. Die Stimmung kippte... Das einzig positive: das Meer liegt direkt vor uns. So haben wir den Nachmittag am Strand verbracht. Torsten spielte Volleyball und Katja las Zeitung.

Nun ein Einblick in unsere Campingnachbarn:
Rechts: Oma und Opa mit 2 Wänstern im Wohnmobil aus Heidelberg.
Links: sehr laute italienische Großfamilie, samt Baby, Hund und Kanarienvogel der im Käfig unterm Pavillon hängt.
Gegenüber: Klischeefamilie: Tochter Cayenne und Sohn Dustin, Mutter und Vater sitzen rauchend da und ermahnen permanent Dustin!

Achja, draußen zieht sich gerade ein Gewitter zusammen!!!

19. August 2015

Tag 3 - Weiterreise nach Triest

Heute früh konnten wir noch unser Zelt im Trockenen abbauen, bevor wir unsere Weiterreise nach Italien aufnahmen. Wir wären gern noch geblieben, aber die Wettervorschau zwang uns dazu. Doch bevor es los ging, machten wir noch einen Stopp bei Roy Black und Uschi Glas im Schloss am Wörthersee in Velden. Dann folgten 2,5 Autobahnstunden bis wir in Triest bei Sonnenschein ankamen. Aber auch hier hat der Wetterbericht Regen versprochen und so hat es sich dann auch am Nachmittag eingeregnet. Wir sind wieder in einer Pension am Standtrand untergekommen. Nachdem wir ein kurzes Nickerchen machten, sind wir mit dem Bus ins Stadtzentrum gefahren. Mit dem Regenschirm bewaffnet sind wir einmal über den Rathausplatz und danach direkt in eine Pizzeria. Hier haben wir uns Pizza, Wein bzw Cola schmecken lassen, als dann noch der Strom ausfiel sahsen wir zwar im Dunklem aber zu mind. im Trockenen. Der Regen hört heute nicht mehr auf, von daher verziehen wir uns in unsere Pension und schmieden den weiteren Reiseverlauf. Triest werden wir morgen wieder verlassen, wohin ist noch ungewiss.

18. August 2015

Tag 2 - Klagenfurt und Wörthersee

Die Nacht war kurz. Nachdem Katja mindestens 8 Mal heute Nacht auf Toilette musste, konnte Torsten gegen 7 absolut nicht mehr schlafen. Er tyrannisierte Katja so lang, bis sie endlich am Frühstückstisch saß. Wir genossen das reichhaltige Frühstück, da wir wussten, dass es die nächsten Tage nur noch Müsli geben wird. Gegen 9 Uhr verließen wir die Pension, gingen im Supermarkt einkaufen und steuerten wenig später Klagenfurt Zentrum an. Dort erwachte ganz allmählich das frohe Treiben und wir schlenderten im inneren Stadtring herum. Aßen Eis und beobachten alte Ösi-Damen mit Rollator und Schoßhündchen wie sie sich ihr erstes Bier am Vormittag genehmigten. Klagenfurt entzückte uns sehr, welch historische und liebevoll errichtete Stadt. Nach dem Stadtspaziergang fuhren wir ans Ufer vom Wörthersee. Wir liefen recht gechillt auf die Halbinsel Maria Loretto, hielten die Füße in den warmen  Wörthersee und genossen die Sonne. Wir steuerten einen Campspot weiter oben in den Bergen an. Er liegt direkt an einem See und um uns herum erstrecken sich die Berge. Nachdem das Zelt aufgebaut war, gingen wir im See baden, um uns zu erfrischen. Der Hunger ließ nicht lang auf sich warten und wir kochten Nudeln a la Australien Style. Wir wurden auf die Sekunde genau fertig, denn dann ging das heftiges Gewitter nieder. Wir verkrochen uns ins Zelt, aber als es nicht weit von uns so mächtig knallte und hellerleuchtete, war es uns nicht mehr geheuer und suchten Zuflucht im Auto. Hier sitzen wir nun noch und warten bis der letzte Regentropfen fällt.

17. August 2015

Tag 1 - Die Anreise

Puhhhh. Der erste Tag geht zu Ende. Wie immer war auch diese Anreise anstrengend. In Italien sind wir zwar noch nicht, aber bis ins 750 km entfernte Klagenfurt haben wir es geschafft. Für diese Strecke sind wir etwas mehr als neun Stunden bei strömenden Regen gefahren. Die Dachbox hat uns ziemlich ausgebremst. Mehr als 120km/h ist nicht erlaubt. Meine schwangere Frau wollte gefühlt alle 10km aufs Klo. Somit hatten wir viele Stopps.

Wir sind die Tauern Autobahn gefahren. Zu der normalen Autobahnmaut in Österreich kam dieser Streckenabschnitt weitere 11€ Maut. Wir hatten uns extra an einer Tankstelle erkundigt wo wir für diesen Abschnitt bezahlen können. Uns antwortete man direkt Vorort am Mauthäuschen. Wir fuhren weiter und direkt am Mauthäuschen vorbei. Jetzt wurde ich langsam nervös und habe mir im Kopf ausgemalt, dass ich den nächsten Wochen einen Strafzettel erhalten werde. Wir fuhren nun weiter, ändern konnten wir es nun nicht mehr. Aber am Ende des Tunnels kommt bekanntlich nicht nur das Licht, nein diesmal kamen auch die richtigen Mauthäuschen.

Am Wörthersee hat es dann auch aufgehört mit regnen. Die Straßen waren trocken jedoch hingen die Wolken tief. Wir haben nicht lange gezögert und haben in einet Pension eingecheckt. Heute schlafen wir noch mit Comfort. Morgen geht es mit campen los. Zum Abendbrot gab eine Pizza vom Italiener :)