5. August 2016

Weiterfahrt Richtung Carcassonne & Pont du Gard

Heute morgen haben wir rasch alles zusammen gepackt, bevor die große Hitze kam. Wir verließen nun die schöne Côte d'Azur sowie die Provence. Zwar war es komisch an Städten wie Cannes, St. Tropez, Marseille, etc... einfach vorbei zufahren, aber wir wollen Frankreich kennenlernen und wollen vorallem Kontraste sehen. Diese bekamen wir schon auf der 500km langen Strecke geboten. Das Mittelmeer verschwand und vor uns tauchte eine Vegetation auf, die Katja "Afrikanisch" nannte. Teils Steppe, abgebrannte Felder und Pinienbäume zogen an uns vorbei. Wir machten auf halber Strecke eine längere Pause und besuchten die Pont du Gard. Das ist eine römische Brücke, gebaut um 19.v.Chr. und wurde errichtet um Wasser zu transportieren. Quasi ein Kanal über einer Brücke und sie gehört zum UNESCO Welterbe. Verrückt die Römer, wie haben sie das gemacht? Es war sehr beeindruckend und man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wenn man unter ihr steht. Nur einzig die Tourimassen haben das Flair etwas gedämmt. Unsere Fahrt ging weiter gen Westen. Auf der Autobahn ist schon Barcelona ausgeschildert, kaum vorstellbar, dass wir schon so weit gefahren sind. Wir standen leider ewig im Stau. Im August hat ganz (!) Frankreich Ferien, und das spüren wir deutlich an den Mautstationen. Eingecheckt haben wir in einer winzigen Pension in einem noch winzigerem Dörfchen. Uns Pensionsvater ist sehr witzig, er schwebt und tänzelt durch die Räume und hat uns seine Großeltern und Mutter auf Bildern gezeigt. Mit ihm werden wir sicherlich noch sehr viel Spaß haben. Jetzt sind wir einfach nur glücklich mal wieder in einem richtigen Bett zu liegen. 
PS: ... wir müssen gestehen, dass wir nicht einmal im Mittelmeer baden waren :-/

4. August 2016

Halbzeit

Wenn wir auf unseren Kalender schauen, stehen zum einen keine Termine, d.h. keine Verpflichtungen und keinen Stress. Andererseits ist nun auch fast die Hälfte unserer Reise um. Eigentlich eine kurze Zeit, aber was wir an Eindrücken und Erlebnissen gesammelt haben, ist fast nicht in Worte zu fassen...

Heute wollten wir eigentlich eine kleine Insel südlich von Cannes angehen. Die Fährverbindung hatten wir bereits erkundet. Aber die Sonne brannte um 9 schon unerbämlich. Unser Zelt steht beste Südhanglage. Schatten gibt es am Morgen kaum. Wir rücken die Stühle minütlich, um den seltenen Schatten zuerhaschen. Katja sagte, lass uns ins klimatisierte Auto setzen... Ohne lange zu überlegen sind wir nach Nizza in eine riesige Shoppingmall gefahren. Wie in Deutschland war sie jedoch nicht. Viele kleine Boutiquen waren ansässig, kein Elektrodicounter, C&A oder H&M, o.ä.

Zum Mittag waren wir beim Inder, Katja hat es geschmeckt, Torsten nicht. Und Adele war heute ziemlich anstrengend und hat mit Sicherheit die Anderen genervt. Nizzas Parkhäuser sind wahnsinnig eng, man kann echt froh sein, wenn man es ohne Schramme wieder verlässt. 

Wir haben genug gesehen von der Côte d'Azur. Vorallem die Hitze macht uns hier voll zu schaffen. Morgen heißt es wieder packen.  Wir wollen weiter Richtung Westen ziehen. Es geht nach Carcasonne, bevor es weiter an den Atlantik geht. 

3. August 2016

Antibes

Nach dem die letzten beiden Tage ziemlich anstrengend waren, haben wir heute einen Gang zurück geschalten. Den Vormittag haben wir Karten geschrieben und sind später an den Pool gegangen. Adele hat es diesmal sogar richtig Spaß gemacht. Nach einem verspäteten Mittag sind wir noch einmal losgezogen- in das ca. 15 km entfernte Antibes. Katja war sichtlich angetan, aber so langsam wiederholt sich der südländische Flair und für Torsten ist es nichts mehr besonderes. Wir haben viel mehr damit verbracht, die anderen Touristen zu beobachten. Die meisten sind jedoch sind in irgendwelchen Restaurants anzutreffen, die es hier wie Sand am Meer gibt...

2. August 2016

Monte Carlo / Monaco

Heute waren wir bei den Schönen und Reichen dieser Welt! In Monaco! Es war schon eine Herausforderung an sich, ins 200ha große Fürstentum zu gelangen. Ein Bouchon (Stau) jagte den anderen.  Monaco ist das zweitkleinste Land der Welt, nur der Vatikan ist noch kleiner. Es gibt nur 6000 Einwohner, und diese zahlen keine Steuern. Da fragen wir uns: wie wird diese Luxusstadt finanziert? Überall Blink Blink und Schickimicki, alles pompös und vom feinsten, Ferrari, Sauber, Gucci, Prada und eine Prachtvilla jagt die nächste. Höher, schneller, breiter und nicht zu vergessen, der Stadttunnel wo jährlich die Formel 1 durchjagt. In Monaco bleibt einem der Atem stehen: Schönheit und Prunk werden vom Meer und den Klippen umrahmt. Wir kamen kurz mit einem  Barkeeper ins Gespräch. Die Menschen hier seien oberflächlich und alles nur "Blink Blink". Er hat 10Jahre in Rockstock gelebt, die Menschen im Osten seien freundlicher als hier :-) Unendlich viele Stufen ging es hoch zum Palais, den Grimaldis mussten wir auch noch guten Tag sagen. Ein kleines japanisches Mädchen war fasziniert von Adele, so konnten wir uns ein wenig im Schatten ausruhen. In der Kathedrale fanden wir das Grabmal von Grace Kelly und anschließend schlenderten wir noch durch die engen Gassen der Altstadt. Quasi wie abgeschirmt war man hier. Weg vom Trubel und der Lautstärke. Ja, Monaco hat uns faziniert! Wenn man entsprechendes Kleingeld hat, lässts sich bestimmt gut leben- so eine Yacht, so ein Penthouse und den Ferrari vor der Tür haben schon ihren Reiz. Der Tag war sehr anstrengend und doch hats sich gelohnt in eine andere Welt einzutauchen.  

1. August 2016

Nizza

An der Côte d'Azur haben wir uns vorallem Städtetripps vorgenommen. Hier reihen sich namhafte Städte die Küste entlang. Heute stand Nizza auf dem Plan. Montags ist immer Flohmarkt auf dem Cours Saleya, dem Markt. Katja liebt Flohmärkte und so mussten wir heute dahin. Der Flohmarkt war schon eine Augenweite in dieser Umgebung. Doch Nizza an sich, ist wundervoll sodass man hier eine gute Woche Urlaub verbringen kann. Aber Nizza ist nicht Frankreich, zu mindest spiegelt es nicht das Frankreich wieder was wir bisher kennengelernt haben. Generell die ganze Côte d'Azur ist anders. Ob es am Klima liegt? Hier wachsen Palmen, Agafen und die Sonne strahlt den ganzen Tag hartnäckige 35Grad. In Nizza waren auch die Menschen freundlicher. Auf einmal konnten die Franzosen sogar Englisch. Ob das Vitamin D sein übriges tut? 
Nizza trauert noch um die Opfer des Terroranschlages. Die ganze Promenade des Anglais entlang fanden wir noch Blumen und Kerzen. Am Rathaus hängen 2 riesige Banner mit Namen aller Opfer. Kaum vorstellbar, was hier vor 3 Wochen passiert ist. Eigentlich wollten wir aus dem Grund nicht nach Nizza, bereuen tun wir es aber auf keinem Fall. Die Altstadt mit den farbenfrohen Gassen, wo sich Boutiquen und Boulangeries die Hand reichen, lassen einem vergessen, was war und wieder passieren könnte. Wir spazierten bis zum Parc du Château, um dann zu merken, dass unsere Auto eine Stunde Fußmarsch entfernt ist und es schon ziemlich spät war. Torsten hat sich inzwischen in einen Franzosen verwandelt, er hat nicht nur seinen Bart so wachsen lassen, er fährt nun auch so Auto und ruft immer: ahhhhh qui qui!!! 

31. Juli 2016

Weiterfahrt nach Antibes

Heute war irgendwie nicht unser Tag. Die ungezogenen französischen Kinder haben bis in die Nacht Lärm gemacht u ließen uns nicht schlafen. Nachdem wir doch irgendwann einschliefen, machte Adele rabatz. Nach dem zeitigen Frühstück, ging es mal wieder ans Packen. Unser nächster Stopp ist Antibes. Hier hatten wir uns auch einen Campingplatz herausgesucht. Dieser hat uns jedoch abgewiesen da alles voll war. 500m war ein Weiterer. Hier haben wir angefangen unser Zelt aufzubauen, haben jedoch abgebrochen, weil wir keinen Hering in den Boden bekommen haben- der war steinhart!!! Torsten war sichtlich genervt und Katja hat den nächsten Campingplatz angerufen bevor wir wieder aufgebrochen sind. Nun sind wir leider nicht mehr direkt am Meer sondern 7km weiter in den Bergen. Auch hier war der Boden steinhart, doch Holländer haben uns ihre letzten 5 extradicken Heringe geschenkt. Mit denen konnten wir die Löcher vorklopfen. Torsten war aber immer noch mies gelaunt, und maulte die ganze Zeit herum. Jetzt sind alle Heringe krumm, aber das Zelt steht und der Tag ist vorbei. Hier gab es dann ersteinmal Essen. Eigentlich wollten wir noch an den Pool, aber wir sind in den Minimarkt eingekehrt und gönnen uns ein Gläschen Rosé. Mit Wein und Schocki und einer lachenden Adele, wendete sich auch der mieseste Tag noch zum Guten. Mit frisch getankten Glückshormonen gehen wir 19 Uhr an den Pool, einen Vortrag über die Region anhören. Mal sehen was wir alles erfahren, und eventuell in unsere Reiseroute einbauen können.

30. Juli 2016

Chapelle Notre Dame du Roc - Castellane

Als wir vorgestern in der Tourismusinfo waren, haben wir uns erkundigt, wie man am Besten zur Kirche hoch oben auf dem Berg gelangt. Uns hat man einen Weg gezeigt, den man mit Buggy gehen kann. Als wir die kleine Tour angehen wollten, hat uns der ausgespülte Wege einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der zweite Weg enthielt Stufen und der Dritte war gesperrt. Leider haben wir wieder unser Tagesziel nicht erreicht. 

Ein wenig traurig sind wir wieder zum x-ten Male die kleine Einkaufsstraße entlanggelaufen. Mit Postkarten, einer Handtasche und einen Boule-Spiel sind wir zurück auf unseren Campingplatz. 

Danach haben wir den Franzosen beim Boule spielen zugeschaut. Wir haben heftig mitdiskutiert. Auch wir wurden beobachtet. Eine Frau kam auf uns zu und hat uns die Regeln erklärt. Vielleicht kommen wir als die neuen Boule Champions wieder. 

29. Juli 2016

Schlucht von Verdon

Europas größte Schlucht steht seit 1997 unter dem Schutz des Parc Natureli Regional du Verdon: die Georges du Verdon bildet eine 25 km lange Schneise im Kalksteinplateau der Provence und ist zwischen 250 und 700 m tief.

Die La Corniche Sublime führte uns zum Ziel. Uns blieb fast der Atem stehen, als wir von den Mescla-Terrassen in das Tal schauten. Ein paar Kilometer weiter haben wir die höchste Brücke Europas überquert, die Artuby-Brücke. Ganze 182m waren beim Bungeejumping ausgeschrieben, wo sich Waghalsige in die Tiefe stürzten. Wir schauten einigen Springern zu, es ging wie am Fliesband bis die Schreie in der Schlucht immer leiser worden. Enge, stockdunkle Tunnel mussten wir auf Weiterfahrt durchfahren und schickten Stoßgebte gen Himmel, es möge uns niemand entgegen kommen. Am Nachmittag machten wir ein Picknick an einem schattigen Plätzchen, die Sonne war wieder erbarmungslos. Danach fuhren wir wieder zurück, ohne zu wandern, aber mit wunderbaren Bildern im Kopf vom Grand Canyon Europas.