1. März 2014

Dubai - Tag 7 - Die Heimreise & Fazit

Wir haben noch 6 Stunden Zeit bis unser Flieger geht. So ein Abreisetag steht immer in Verbindung mit Warten. Doch von heute früh bis jetzt wäre die Zeit viel zu lang gewesen. Wir sind mit der Metro noch einmal los um ins Shopping Center "Mall of the Emirates" zu fahren. An dieses Shoppingcenter grenzt eine Skihalle an. Wir haben bloß durch die Scheibe geschaut, wie sich die Kinder und Erwachsene im Schnee vergnügen. Für uns etwas völlig normales, hier ein absolutes Highlight: Schnee.

Doch kommen wir zum Fazit Dubais. Dubai ist riesengross,und zu Fuß ist nichts erreichbar. Die Skyline ist beeindruckend aber alles ist unglaublich auseinander gezerrt. Auch fehlte uns ein Stadtzentrum, ein richtiger Kern. Aber durch den boomenden Neubau ist alles künstlich und die Menschen fehlen auf der Straße,das richtige Leben und nicht nur das Business. Das alte Dubai dagegen ist total überlaufen und wirkt dadurch auch abgelebter und dreckiger.  Aber hier steckt eben das ganze Flair,was wir schon berichtet haben, das Herzblut der Stadt eben. Die Menschen sind freundlich,aber oft wird nur mit Torsten als Mann gesprochen und Katja regelrecht übersehen. Ladys first,kennen sie hier nicht. Aber als Tourist und nicht verschleierte Frau wird man trotzdem in der Öffentlichkeit angeglotzt bei Gesprächen oder Klärungen dann wieder ignoriert, bizarr! Auf jeden Fall hat sich der Urlaub gelohnt,denn so haben wir eine ganz andere und uns fremde Kultur kennengelernt,  leben möchte Katja hier nicht - Torsten schon eher.

28. Februar 2014

Dubai - Tag 6 - Abrafahrt auf dem Creek und Heritage Village

Unser Urlaub neigt sich langsam dem Ende, unsere Kräfte auch. Wir haben alles gesehen, was wir uns vorgenommen haben. Die Temperaturen hier sind um die 30 Grad, da will man gar nicht an das Schmuddelwetter in Deutschland denken. Katja wollte heute unbedingt den Creek noch einmal auf und ab fahren. Auf einer Privatfahrt konnten wir das Ambiente von Bur Dubai genießen. Zum Mittag ging es zu McDonald's. Ich hätte nie gedacht das es hier eine Filia gibt. Die Menüs sind auch ein wenig anders, so wird der Big Mac aus Hühnchenfleisch gemacht und einen Mac Arabia gibt es hier auch.
Wir sind heute nur auf unserem Kiez geblieben, so nennen wir das Viertel wo wir wohnen, da es uns so vertraut ist und wir uns vorkommen als ob wir die einzigen Europäer hier sind. Und die Verkäufer auf den Basaren kennen uns auch schon! Wir haben aber Ecken auf unserem Kiez entdeckt, die wir noch nicht kannten, so sind wir auf das Heritage Village gestoßen. Eine Förderung für Tourismus und Kultur. Es wurde das Leben der Beduinen, das Leben auf einer Farm, der Perlentaucher, der Frauen von früher nachgebaut und nachgelebt. Es wurde gesungen, getanzt und natürlich gegessen. Eine kostenlose Führung nur für uns Zwei gab es auch, wie gesagt wir fallen hier verdammt sehr auf. An die vielen Blicke, nein an das anstieren hat Katja sich schon gewöhnen müssen. Trotzdem sind alle außerordentlich freundlich und wir fühlen uns sehr wohl. Morgen müssen wir 13Uhr auschecken. Wir werden noch das Food Festival besuchen, was aktuell hier ist. Klar, wieder gehts ums essen bei uns :-)
Und spät am Abend treten wir Richtung Flughafen an, da Sonntagfrüh 1 Uhr der Flug nach Hause geht.

27. Februar 2014

Dubai - Tag 5 - Jumeirah Moschee und Burj al Arab

Heute mussten wir zeitig aufstehen, denn 10 Uhr startete eine Führung in der Jumeirah Moschee- die einzige Moschee in Dubai die für Nicht-Moslems zugänglich ist. Das Kulturzentrum bot diese Führung unter dem Motto "Open Doors, Open Minds" an. Katja musste sich schwarz vermummen und ich musste an einer islamischen Waschung bzw. Seelenreinigung teilnehmen. Von der Moschee haben wir uns mehr erwartet. Sie war ziemlich klein dafür, dass hier das Herrscherhaus auch betet. Die Führung war nett gemacht, aber Katja, die sehr kritisch dem Islam gegenüber steht, fand alles wie Werbung bzw. ein Schönreden der Rituale. Nach der Führung sind wir noch einmal kurz zurück ins Hotel, denn mit langen Hosen war es in der Hitze nicht gerade angenehm. Kurz gechillt und dann ging es auch schon wieder mit dem Bus los in Richtung Burj al Arab. Dubai ist wahnsinnig langgezogen, so fuhren wir satte 32km eine Straße immer am Strand entlang bis wir endlich ankamen. Das Burj al Arab ist das einzige Hotel mit 7 Sternen. Es sieht fantastisch aus! Anschließend waren wir noch bummeln in Madinat,einem Schick micki Souk mit Blick aufs Burj al Arab und nachgebauten Orient-Feeling mit Creek und Abras, es war nett aber wir bevorzugen dann das richtige orientalische Flair in unserem Viertel.
Der Strand ist den großen Hotels vorenthalten und irgendwie war kein näheres herankommen an das Meer. Auf dem Heimweg entdeckten wir ein Stück öffentlichen Strand. Wir sprangen aus dem Bus und haben bis zum Sonnenuntergang die Zeit hier verbracht. Einfach herrlich!
Ich liebe es auf der Straße zu essen, ausländisches Fastfood, ausgewählt nach Bildern und man hat keine Ahnung was man da isst....

26. Februar 2014

Dubai - Tag 4 - Martina Bay und Palmeninsel

Unsere Füße schmerzen nach endlosen Kilometern Sightseeing die wir bisher zurück gelegt haben. Heute fuhren wir mal wieder in einer völlig überfüllten Metro bis zur Marina Bay, dem Jachthafen und Wohnblocks der Reichen und Schönen. Es war toll,die Sonne lachte, Torsten erfreute sich an den Hochhäusern und ich genoss die Sonne.wir aßen am Hafen Mittag und spazierten weiter. Im Reiseführer wurde uns eine Bar im Hotel Marriott in der 52.Etage empfohlen, dass man da den besten Blick auf die Palmeninsel haben würde. Wir fragten noch nett und höflich an der Rezeption nach und Zack standen wir auch schon im Fahrstuhl Richtung Himmel. Wir drückten unsere Nasen an die Scheiben und waren erstaund über diesen grandiosen Ausblick auf die künstlich geschaffene Insel und auf das rosafarbene Märchenhotel Atlantis. Danach liefen wir zur Monorail die uns auf die Insel bringen sollte. Hier wird noch viel gebaut und die Insel ist noch noch nicht ganz an den sonstigen öffentlichen Verkehr angeschlossen. Die Monorail fuhr den Stamm der Palme entlang und links und rechts erstreckten sich die Palmwedel mit den Luxusvillen,hier ist auch noch was zu haben, wir werden die Preise mal checken. Das Atlantis konnte wir nur von außen und Ladenpassage beliebäugeln. Hier hätte ich gerne eingecheckt! Mit der Monorail ging es wieder zurück, mit dem Blick auf die wundervolle Skyline von Dubai. Das Taxi brachte uns zur Metrostation weil unsere Füße protestierten. In der Metro gibt es Frauen und Männerabteile, wenn man als Frau in der Begleitung eines Mannes ist,darf man auch in ein Männerabteil. Wir waren heute allerdings in einem Frauenanteil und Torsten wurde prompt darauf hingewiesen, dass Abteil beim nächsten Halt zu wechseln. Somit stand ich dann wieder unter 1000 Männern eingequetscht. Ein Ladys First gibt es hier nicht, es wird immer mit Torsten geredet und ich werde auch wie ignoriert und quasi übersehen.  Jetzt wird gechillt und dann gehen wir in eine Shishalounge wo auch Frauen bedient werden, laut Reiseführer :)

25. Februar 2014

Dubai - Tag 3 - Die Wüste

Nach dem wir dir letzten Tage gefühlte 30 km gelaufen sind, haben wir heute einen Gang zurück gelegt. Wir haben versucht auszuschlafen, aber wenn man etwas vom Frühstücksbuffett haben will, muss man schon um 9 aufstehen. Das ist nach deutscher Zeit 6 Uhr. Und wer steht schon im Urlaub so zeitig auf?!
Nach dem Frühstück ging es zum Creek. Mit dem Abra überquerten wir den Fluss und schlenderten noch einmal über den Old Deira Souk. Danach haben wir wieder übergesetzt und haben am Ufer Falafel gegessen. Jetzt hieß es schnell zurück ins Hotel, denn unsere Wüstensafari startete 15 Uhr. Wir wurden mit einem 4WD abgeholt. Ich durfte  vorn sitzen und habe direkt durch die Frontscheibe das Geschehen fotografieren und filmen können. Uns hat es im Auto ziemlich hin und her geschmissen als der Fahrer die Dünen hoch und runter fuhr. An einer Kamelfarm haben wir kurz gestoppt um Fotos zu machen. Danach ging es weiter zum Camp. Hier gab es Bauchtanz und Shisha haben wir auch geraucht. Abgerundet wurde der Abend mit einem warmen Buffett bevor es wieder ins Hotel ging. Der Highway hat 6 Spuren pro Fahrtrichtung und der Kreisverkehr 4. Ich bin in Sydney schon Auto gefahren und hier hätte ich auch jeden Fall Respekt.

Löwe im Kofferraum: Eine ungewöhnliche Spazierfahrt in Dubai - N24.de

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/4341078/eine-ungewoehnliche-spazierfahrt-in-dubai.html

24. Februar 2014

Dubai - Tag 2 - Dubai Mall & Burj Khalifa

Die Zeit vergeht hier wie im Flug. Eigentlich hatten wir vor, noch einmal über den Tag im Hotel zu chillen. Aber daraus wurde nichts. In einer total überfüllten Metro sind wir zum weltgrößten Shoppingcenter, der Dubai Mall, gefahren. Auf einem kilometerlangen Rollband ging es über die Straßen zur Dubai Mall. Das Burj Khalifa, das größte Gebäude der Welt hat man auch schon sehen können. Das soll's sein? - war Torstens enttäuschende Äußerung. Was gibt es besonderes zum Einkaufszentrum zu erzählen? RIESENGROSS!! Etagen über Etagen, Laden an Laden, Schuhe über Schuhe, aber auch McDonalds und H&M waren hier wieder zu finden. Aber die Mall steht im pompösen Dubai, also gabs weitere Highlights: eine Indor-Eisfläche sowie ein riesiges Aquarium zum Durchlaufen. Das haben wir uns nicht entgehen lassen. belohnt wurden wir mit Schildkröten, Stachelrochen und Haien.... Weiter ging die Shoppingtour. Katja war erfolgreich, Torsten nicht. Aber irgendwie gab es auch nur überwiegen was für Frauen. Aber wofür? Damit die Fummel dann mit schwarzen Umhang bedeckt werden? Aber die Frauen sind tres chic, dass Louis Vuitton Täschchen und die Manolo Schüchchen sind zu sehen,trotz der Hülle. Später ging es in einer Minute 124 Etagen nach oben, die Ohren knackten, und schon betraten wir die Besucherplattform des höchsten Gebäudes der Welt. Es war schon gigantisch, Katja fand die New Yorker Skyline bei Nacht besser und sie kam sich vor wie auf dem Berliner Fernsehturm. Nur ein Heiratsantrag von anderen Besuchern mit viel Applaus und Tränen machten es dann doch total einzigartig. Torsten erfreute sich dann doch noch an der gigantischen Größe des Burj Khalifa und legte seine  enttäuschende Haltung ab. Wieder auf dem Boden angekommen,sahen wir uns dann noch ein Wasserfontänenspiel mit italienischer Liebesschnulze auf dem künstlich angelegten See vorm Burj Khalifa an. Ein toller Abschluss des Tages und unserem Vierjährigen (4!!!), plattflüssig schlichen wir nach Hause und haben herausgefunden das Araber/Moslems doch Humor haben. Muss man ja,wenn Torsten im Männerabteil der Metro zu Whitney Houston singt,winkt wenn einer den Glasfahrstuhl nicht schafft oder das Leben rettet,wenn er laut Stopp schreit,wenn man bei Rot über die Straße will... In diesem Sinne bis morgen 😃

23. Februar 2014

Dubai - Tag 1

Wie wir diesmal auf Dubai gekommen sind, wissen wir nicht mehr richtig. Es gab auch keine richtige Urlaubsplanung, wie sonst immer. Aber spontaner ist's eh am Besten und den Reiseführer zu studieren bleibt in Katja's Aufgaben. Den Flieger und das Hotel hatten wir erst vor 2 Wochen gebucht. Selbst in Urlaubsstimmung waren wir bis Freitag noch nicht richtig. Das kann auch daran liegen, dass ich (Torsten) erst Freitag aus Österreich gekommen bin. Die Reise ging diesmal in Dresden los, sehr angenehm wenn man nicht noch 6 Stunden Anfahrt bis Frankfurt planen muss. Mit Lufthansa ging es zunächst nach München und nach einmal kurz umsteigen sind wir in Dubai gelandet. Eigentlich sollte uns das Hotel abholen, aber es stand niemand am Airport mit unseren Namen auf einem Schild. Aber mit Smartphone und Reiseführer haben wir das Hotel problemlos gefunden.
Leider waren wir viel zu früh im Hotel und unser Zimmer war noch nicht fertig. Dafür haben wir uns den Bauch am Frühstücksbuffett voll geschlagen. Um zehn konnten wir in das Zimmer und haben uns eine Stunde schlafen gelegt. Heute stand das alte Dubai auf dem Programm. Wir haben das Dubai Museum besucht sowie Souks (Basar). Katja's Augen wurden immer größer und vorhin offenbarte sie mir, dass wir da nochmal hin müssen, oh nein... Die Verkäufer rennen einen hinterher und ein Nein scheinen sie nicht zu kennen. Direkt am Creek (Fluss) haben wir Mittag gegessen. Hier legen die Wassertaxen (Abras) ab, die den Fluss überqueren. Heute Abend waren wir auf dem Gewürzsouk- über all hat es geduftet. Danach ging es noch auf den Goldsouk, nur mit dem finden haben wir uns sehr schwer getan. Die Superlative Dubais haben wir noch nicht kennen gelernt, aber wir können schon eins sagen: Dubai gefällt uns sehr. Obwohl das Hotel teuer ist, ist das restliche Leben günstig. Essen gehen, Metro fahren und Museen kosten nur wenige Dirham. Jetzt fallen wir kaputt ins Bett und träumen vom Orient...

15. Juni 2013

Tag 17 - Fazit Island

Das Land aus Eis und Feuer ist definitiv eine Reise wert. Wir hatten einen wundervollen Urlaub hier. Haben einzigartige spektakuläre Natur gesehen und erlebt. Wir haben treu nach dem Motto gelebt:warte noch 5 Minuten und das Wetter wird noch schlechter :) aber im Ganzen müssen wir sagen, dass wir wahnsinniges Glück mit dem Wetter hatten und sehr viele Sonnenstrahlen erhaschen konnten. Es war eine gute Entscheidung einen Jeep zu mieten, somit kann man indivuell ein Land bereisen und Land und Leute kennenlernen. Zwar hatten wir einige kleine Stolpersteine im Weg liegen, da wir in der Nebensaison gereist sind, aber das machte unsere Reise noch viel interessanter und aufregender. Die Isländer sind ein nettes und angenehmes Völkchen, nur die Sprache ist fürchterlich und man bekommt einen Knoten in der Zunge. Einzig und allein die Hauptstadt gefiel uns nicht, ach und das widerwärtige Essen was die Inselander ihr Eigen nennen ( Schafsköpfe, Mägen, vergorenen Hai...).

Morgen machen wir unseren letzten Trip in die berühmte Blaue Lagune und treten abends unsere Heimreise an.

Ein schöner Urlaub, in einem schönen Land geht zu Ende und wir freuen uns auf zu Hause und unsere nächsten Abenteuer..

14. Juni 2013

Tag 16 - Reykjavik

Reykjavik ist ätzend! Die eine Strasse, die voll mit stylischen Läden ist, haben wir zum 100. Mal abgelaufen und auch alle anderen Highlights hat man innerhalb eines halben Nachmittags abgelaufen. Sonst hat die Landeshauptstadt nicht viel zu bieten, außer ein paar häßliche Skulpturen die an die Wikinker und Besiedlung Islands erinnern soll. Der Hafen ist auch kein Hafen wie man ihn sich vorstellt, schön mit Fischerbooten, Jachten etc. nein hier tummeln sich häßliche Schiffe der Küstenwache im tristen grau. 
Deswegen machen wir heute, was alle Isländer machen. Wir "betrinken" uns und gehen feiern. Torsten hat den Partyplan ausgetüffelt und mit zwei Sixpacks Corona geht es scharf.
Selbst wenn ein Reiseführer nur zwei Seiten zu berichten hat und davon die eine Seite über Gallerien und Museen handelt, lässt es doch schon tief blicken. Island ist so wundervoll, die Hauptstadt definitiv nicht und bekommt von uns ein dickes fettes No Go! 

13. Juni 2013

Tag 15 - Wieder zurück in Reykjavik

Heute Morgen mussten wir zeitig aufstehen. Es hieß Koffer packen, Auto abgeben und im neuen Gästehaus einchecken. Nachdem wir das Auto abgegeben hatten, ging zu Fuss durch die Innenstadt. Es ging vorbei an der Hallkrimskirkja, einer Kirche die aussieht wie aus Star Wars und innen eher schlicht als brunkvoll wirkt. Das Wetter war schön, somit bot sich uns vom Turm eine schöne Sicht über die Stadt. Danach ging es weiter zu unserer Unterkunft, wo wir erst einmal Mittag kochten. Am Nachmittag sind wir noch einmal durch die Straßen gezogen und haben schöne und weniger schöne Ecken von Reykjavik gesehen. Hier wird viel gebaut und es liegt viel Schutt in den Ecken. Reykjavík haut uns aber immer noch nicht von den Socken. Mal sehen ob das Nachtleben mehr zu bieten hat, dafür ist Reykjavík ja berühmt. Allerdings ist Alkohol unter der Woche in Island verpönt und weggegangen wird nur am Wochenende, deswegen machen wir heut noch einen Ruhigen  und finden es morgen heraus.

12. Juni 2013

Tag 14 - Die letzten Kilometer mit unserem Jeep

Unsere Milch für die Müsli war heute morgen schlecht, der Tag find ja schon mal gut an. Nach dem wir dann das überteuerte Frühstück im Hotel in Anspruch nehmen mussten, starteten wir dann auch endlich gestärkt in den Tag. Wir fuhren am Pingvallavatn See, dem grössten See Islands entlang und wollten ins Besucherzentrum des Erdwärmekraftwerks uns die grüne Energie des Landes mal anschauen. Nur dumm, dass es hier kein Besucherzentrum gab, lt. unseren Reiseführer schon. Der Tagesbeginn verlief recht suboptimal und konnte nur besser werden. Die atemberaubende Landschaft machte aber so einiges wett. Wir umfuhren einen Fjord und legten eine Pause ein, um eine 2stündige Wanderung zu machen. Wandern waren wir in diesen Urlaub nicht viel. Wir kamen auch an Islands grösster Walfangstation vorbei, ein sehr heisses Thema. Irgendwie fangen die Isländer die Wale aus reiner Trotz-Reaktion gegenüber der restlichen Welt. Auch wegen der Weltwirtschaftskrise von 2008 die Island hart getroffen hat, sie wollen sich von niemanden etwas vorschreiben lassen, aber ein lukratives Geschäft sei es nicht. Nur 1% der Bevölkerung würde Walfleisch essen, so heisst es.
Wir checkten in unserer heutigen Pension ein, machten fix was zu essen und packten unsere Sachen, dann hieß es wieder: IT'S HOT POT TIME!!! In 38-41Grad warmen Pools liegen ist derzeit unsere Beschäftigung :)

11. Juni 2013

Tag 13 - The Golden Circle

Gullfoss, Geysir und Pingvellir sind drei einzigartige Ausflugsziele, die unter dem Namen Goldener Kreis zusammengefasst werden. Da wir gestern schon am Wasserfall und am Geysir gewesen sind, blieb heute noch eine Wanderung im Pingvellir National Park übrig. Hier hielten schon die Vikinger 930 n. Chr. erste demokratische Reden. Auch heute ist dieser Ort ein wichtiger Schauplatz für demokratische Entscheidungen.

Die Senke von Pingvellir liegt über einen tektonischen Bruch, hier driften Nordamerika und Europa jährlich bis zu 18 mm auseinander. In der entstandenen Spalte ist ein breiter Wanderweg, der vom oberen Rand bis hinunter in die Senke führt.
Hier haben wir den Großteil unseres Tages verbracht. Danach ging es wieder Richtung Hotel. Auf dem Rückweg hat es angefangen zu Regnen. Seit dem haben wir Unwetter.

10. Juni 2013

Tag 12 - Aufbruch Richtung Reykjavik

Heute haben wir sehr zeitig unsere Pension verlassen. Eine lange Reise lag ungeplanterweise vor uns. Normalerweise ist die Inlandsstrecke F35 im Juni bereits offen. Nicht so, wenn wir reisen. Es wäre ein langer schwerer Winter gewesen und es würde noch zu viel Schnee liegen, meinte das alte Ehepaar wo wir übernachteten. Deswegen musste Plan B her, und wir jagten die Ringstrasse 1 den kompletten Westen bis nach Reykjavik herunter. Bogen dann aber wieder ins Landesinnere ab, zu unseren geplanten Ziel. Die Fahrt dauerte 5,5h Stunden und schlauchte sehr. Wir fuhren durch einen Tunnel unter einen Fjord durch, dafür mussten wir 1000Kronen bezahlen. Aber besser als den 80km langen Umweg über den Gebirgskamm. 
Wir checkten fix im Hotel ein, jawohl ein Hotel. Ein Hostel wäre uns lieber gewesen, da wir hier keine Küche zum Kochen haben. Dann ging es auch schon weiter zum benachbarten Geysir. Der Geysir, den alle anderen auch ihren Namen zu verdanken haben. Je nach Lust und Launen spukt er  2-3mal am Tag 80m hoch. Wenn wir da sind, macht er es natürlich nicht :) aber sein kleiner Freund nebenan, zeigte aller 6Minuten sein können. 15-20m hohe Fontänen sprudelte es vor uns nach oben. Sonst roch es wieder überall schwer nach Schwefel und der Brechreiz lässt grüssen. Wenn man in die Ferne schaut, dampft es wunderschön gen Himmel. Wir fuhren weiter zum Gullfoss, ein gigantischer Wasserfall der über 2 Stufen in eine kleine Spalte hinab stürtzt. Es tobte ein abartiger Sturm, sodass wir Mühe hatten nicht wie der fliegende Robert davon getragen zu werden, aber es machte auch irgendwie Spass. Es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Der Wasserfall war monströs und wunderschön anzusehen, so eine geballte Wasserkraft die sekündlich hinab stürzt.
Mit dem Wetter haben wir nach wie vor Glück, seit einer Woche kein Regen, dafür herrlichen Sonnenschein. Hoffentlich hält es noch  eine Woche so an! 

Tag 12 - VIDEO: Geysir Strokkur

9. Juni 2013

Tag 11 - Weiter Richtung Westen nach Hofstadir

Wenn man unseren heutigen Trip auf der Landkarte verfolgt, könnte man meinen, dass wir die kürzeste Tagesetappe gefahren sind. Luftlinie waren es geschätzte 70 km aber der Kilometerstand hat am Tagesende wieder mehr als 200 km angezeigt. Wir hatten die Möglichkeit über den Highway 1 im Landesinneren zu fahren oder entlang der Küstenstraße. Wir haben uns für die Küste entschieden. Bereut haben wir es nicht, denn die Landschaft bot wieder ihr schönstes Bild. Wir mussten einen 8 km langen einspurigen Tunnel passieren.  Dieser war sehr kantig und niedrig. Katja hatte dabei kein gutes Gefühl aber nachdem wir durch waren sind wir in Siglufjördur gelandet. 1960 war es die Heringshauptstadt mit 10000 Einwohnern. Heute zählt das Dorf nur noch 1000 Mann nach dem die Fangerfolge ausblieben. Weiter ging es entlang der Fjorde mit der Sonne im Rücken :)
In unserer Pension sind wir ziemlich zeitig angekommen. Wir haben kurz eingecheckt und nach ein paar Informationen von der Wirtin sind wir wieder los zum nächsten Hotpot in Hofsos. Im Hotpot tümmeln ist Nationalsport hier und wir lieben ihn. Der Pool lag direkt vor dem Ozean und im Hintergrund waren die Berge eingehüllt in Wolken. Völlig ausgebrannt sind wir anschließend Pizza essen gefahren. Jetzt kugeln wir uns im Bett herum so voll sind wir.

8. Juni 2013

Tag 10 - Akureyri

Wir genießen die Zeit viel mehr, wenn wir mal mehr als eine Nacht in einer Pension übernachten. So kann man völlig stressfrei in den Tag starten. Heute haben wir unsere Essensvorräte aufgefüllt, dazu ging es ins Shoppingcenter. Um 11 ist im Chemnitzcenter die Hölle los. Hier dagegen waren wir die Einzigen. Die Hälfte der Geschäfte hatte gleich geschlossen...
Danach ging es ins City Center, d.h. eine Strasse hoch und runter :)
Auch den botanischen Garten von Akureyri haben wir uns angeschaut, der Hit war es nicht, aber Hauptsache die Sonne lacht den ganzen Tag. Wir haben viel zu viel warme Sachen mit, und definitiv zu wenig kurze sommerliche Sachen aber genau die brauchen wir hier. Wir sind eben vom Freibad herein. Nach ein paar Bahnen und einen Dampfbad wartet jetzt ein Glas Wein auf uns. Morgen geht es dann wieder weiter Richtung Westen.

Tag 9 - Walbeobachtung in Husavik

Wir waren gestern zu müde um unseren Reiseblog zu aktualisieren.

Unser Hotel lag etwa 23 km Abseits der Ringstraße. Wir waren die einzigen Gäste und die Menschenleere hat das Hotel in der Fremde etwas gruslig wirken lassen.
Wenn man die Ringstraße entlang fährt, gibt es auf einer Länge von ca. 100 km drei Kreuzungen die nach Husavik führen. Wir sind den Ausschilderungen und den kürzesten Weg entlang der Ringstraße gefolgt um wieder einmal festzustellen, dass genau dieser Weg gesperrt war. Da greift man sich echt an den Kopf und fragt sich warum ein gesperrter Weg ausgeschildert ist? Kann man es nicht durchstreichen?
Es ging wieder 20 km zurück zum nächsten Abzweig und nach weiteren 45 km Fahrt waren wir in Husavik. Husavik ist ein kleines, verträumtes Fischerdorf. Mit bunten Hütten und viel Charme. Gleich an der Hauptstraße wird für Walbeobachtung geworben. Und genau solch einen Trip haben wir heute mitgemacht. Drei Stunden haben wir auf See verbracht und konnten beobachten wie 17 m Kolosse aus dem Meer auftauchten, das Wasser ausgestoßen und langsam wieder in das Meer zurück gleiten. Echt gigantisch. Wir hatten sexy Overalls an, damit die kalte Atlantikluft uns nicht zu sehr beutet,aber es war doch verdammt kalt.
15 Uhr haben wir Husavik verlassen und sind am Myvatn- See vorbei gefahren. Die Sonne hat auf der Oberfläche gespiegelt. Und im Hintergrund waren noch schneebedeckte Berge zu sehen. Am Ostufer stehen die merkwürdigsten Lavaformationen und bilden eine sehr skurrile Kulisse vor dem See. Zwischen den Bergen befindet sich der ein oder andere Vulkan. Am Westufer dachten wir erst die Ausserirdischen sind gelandet, da kegelförmige Hügel sich vor uns errichteten. Die Pseudokrater sind eine Reaktion aus Lava und Wasser, es krachte und explodierte und die Pseudokrater entstanden am Ufer. Unglaublich beeindruckend. Der Myvatn See hat die sogenannten Marimokugeln als Bewohner, das sind Kügelchen aus Algen die am Grund liegen und morgens wenn die Sonne scheint kommen sie zur Photosynthese an die Oberfläche. Die Isländer nennen sie "Kugeln aus Scheisse". Dieses Schauspiel gibt es nur zweimal auf der Welt:  hier und in Japan, wir hätten es zu gern gesehen. Am Sudwestufer befindet sich ein riesiger Fluss, wir sahen ein paar Angler im Fluss, bei den Temperaturen! Lachs soll es darin geben, Torsten krippelte es schon in den Händen. Leider mussten wir diesen wunderschönen Ort zeitnah wieder verlassen, hier hätten wir gern ein paar Tage verbracht. Unser nächster Aufenthalt ist Akureyri- der viertgrößten Stadt in Island mit 17.000 Einwohnern. Hier ist unser Gästehaus mitten in der Innenstadt, hier bleiben wir auch 2 Nächte, aber davon wird heute Abend erst berichtet.