31. Oktober 2017

San Francisco Tag 2

Unser Tag fing wieder zeitig an. Adele war der Meinung uns um vier wecken zu müssen.  Da mussten wir durch- wir kuschelten, wir blödelten und schon war es halb acht als wir unser Hotel verließen. Sobald die Stadt zum Leben erweckt, werden die Spuren der Nacht regelrecht weggespült. Ladenbesitzer kärchern den Fussweg zum Eingang ihres Geschäftes und vertreiben die Obdachlosen vor ihrer Tür. Wenn die Stadt voll Leben ist, merkt man nichts von diesem Trauerspiel. Als erstes sind wir heute zur Autovermietung gelaufen. Wir wollten uns erkundigen, ob sie auch wirklich einen Kindersitz für Adele haben. Hier haben wir den Tipp bekommen einen zu kaufen als zu mieten, da es billiger sei. Keine 10 Minuten zu Fuß war ein Kaufhaus und wir standen mitten in der Kinderabteilung. Der Kindersitz ist noch nicht gekauft aber wir wissen welchen wir morgen mitnehmen werden. Zwischendurch gab es noch Frühstück, auch für einen Obdachlosen, dem wir 2 Bananen hinlegten -  und dann ging unsere Sightseeingtour los. Heute sind wir laut Google 14km gelaufen. Haben Adele getragen, geschoben, angefeuert, huckepack genommen bis wir an der Golden Gate Bridge standen. Auf dem Weg dorthin  liefen wir  an der Lombard-Street vorbei, der wohl schönsten Straße San Frans. Hier schlängeln sich die Autos serpentinartig berab. Wir kamen anschließend zum Fisherman's Wharf, einem alten Hafenviertel. Das ist geprägt mit vielen Restaurants, Museen und Antiquitäten- hier fühlt man sich direkt noch einmal ein Zeitalter zurück versetzt. Wir liefen bergauf- bergab, die Beinmuskulatur bedankte sich. Wir kamen an Parks vorbei, an Seebrücken und genossen den langen Stadtspaziergang und die weite Aussicht.  Irgendwann kamen wir endlich zur Golden Gate Bridge- na gut wir standen noch 3 km entfernt aber von hier hat man die ganze Dimension eingesehen und weiter wollten unser Füße uns nicht mehr tragen.
Später fuhren wir die Strecke mit dem Bus zurück und ärgerten uns über alte rücksichtslose drängelnde Chinesen. 
San Francisco ist toll, wir freuen uns das wir noch einmal hierher kommen, denn es gibt noch viel zu sehen. Morgen geht aber endlich unser Roadtrip los- der eigentlich Plan unserer Reise....

Vergesst nicht euch die Bilder anzuschauen: 

30. Oktober 2017

San Francisco

Oh San Francisco- was bist du nur für eine Stadt? Heute morgen verließen wir wieder viel zu zeitig das Hotel. Die Stadt erwachte erste langsam aus ihrem Schlaf. Nur auf den Gehwegen lagen überall Obdachlose in Decken und Pappen gehüllt. Ein trauriger Anblick der uns sich bot. Adele wurde gegen ihren Willen in den Buggy geschnallt. Katja hatte zu großen Ekel, dass sie hinfällt und in Urin fällt- denn so roch es die ganze Straße entlang. Überhaupt nicht happy, wo wir hier gestrandet sind, holten wir uns einen Kaffee to Go und gingen Richtung Meer . Die Wolken hingen tief und hüllten Hochhäuser und die Golden Gate Bridge in dichtem Nebel ein. Wir liefen den Pier entlang und fühlten uns das erste Mal so richtig, als wären wir in den USA. Ja, hier kommt das USA-Feeling definitiv auf. Alcatraz lag gespenstisch im Bay und der Nebel ringsum lies es noch düsterer und geheimnisvoller aussehen.  Am Pier 39 sind die Seelöwen zu Hause. Wir beobachteten sie lange und Adele horchte aufgeregt deren Rufe. 

Wir spazierten weiter die Straßen entlang, Berg hoch, Berg ab. Die Cabel Cars ratterten so vor sich hin, und es ist eine Freude dem Treiben zuzuschauen. Es ist ganz genau wie man es aus dem Fernsehen kennt. 
Wir kamen später an einem kleinen Park vorbei, wo eine kleine Gallerieausstellung war. Im Grunde eine schöne Sache, wenn nicht 20 Meter weiter, wieder die Obdachlosen lagen. Bekamen wir das nur so mit? Mitleid kommt auf, wenn man all dieses Elend sieht. Und nebenher wird ganz normal weitergelebt und diese Menschen werden regelrecht ignoriert. In San Francisco leben ca. 5000 bis 7000 Oberdachlose, warum ausgerechnet hier? In so einer Stadt die mit zu den schönsten der Welt zählt. Oh ja, und dies zu recht! San Fran ist wunderschön, diese Stadt verzaubert- warum? Keine Ahnung, man muss ja nicht für alles eine Erklärung haben :-) 
Hier liegt eine sehr angenehme Aura in der Luft - vielleicht ist immer noch der Sommer of Love allgegenwärtig. 
Wir sind zu mindest sehr angetan von dieser Stadt und freuen uns sie weiter zu entdecken, nur mit den Obdachlosen bleibt ein bitterer Beigeschmack. Aber wenn wir um die halbe Welt reisen können, können wir hier und da auch einen Dollar für die vergessenen Seelen lassen... 

29. Oktober 2017

Weiterreise nach San Francisco

Heute hieß es „Bye Bye" New York City - oder eher Manhattan, denn da hielten wir uns ja ausschließlich auf. Mit der U-Bahn ging es zum JFK Airport. In der Bahn verschütteten wir noch unseren Kaffee to Go und sahen anschließend das Schild, dass Essen und Trinken in der Bahn nicht erlaubt sei- ups....  :-) 
Der Sicherheitscheck hatte es in sich, Torsten wurde durch den Nackt-Scanner gejagt, Katja musste barfuß laufen und Adeles Trinkmilch wurde auf Sprengstoff untersucht. Der Flug nach San Francisco verlief unproblematisch und dauerte knapp 6h. Adele zeigte allen was ein kleines deutsches bockisches Kind sein kann, und als sie schlief, genossen alle die Ruhe, wir inbegriffen. Am Airport angekommen, nahmen wir die erste Bahn ins Centrum. Katja erschrack sehr, als ein Mann mit einem Messer im Kopf auf uns zu lief- ah ja es ist ja bald Helloween. 
Von der U-Bahn Haltestelle zu unserem Hotel sind es kaum 300m. Aber auf  diesen wenigen Metern sahen wir gehäuft wo wir uns befinden. Ja, wir sind nicht mehr im schicken reichen Manhattan. Viele Obdachlose, Junkies und ja wirkliche Freaks (!!) kreuzten unseren Weg. Himmel, wo sind denn wir? Torsten fragte im Hotel ,ob diese Gegend safe sei. Der Hotelier lachte und meinte wir sollen die „Crazy People" in Ruhe lassen, dann lassen sie auch uns in Ruhe. Katja laß später, dass man das Viertel, wo wir uns befinden meiden solle- jetzt hat sie Angst :-) 

28. Oktober 2017

New York Tag 4

Es ist kalt geworden in New York, binnen weniger Tage kam es zu einem Temperatursturz und wir haben ganz schön gebibbert. Wir flohen heute wieder in den Central Park. Weit weg von Menschen und vom Lärm, dachten wir uns. Tja, die Wege des Parks sind genauso überlaufen wie der Fußweg auf der 5th Avenue, nur das Tempo ist wesentlich angenehmer. Zuerst waren wir wieder auf denn Spielplatz. Adele war wieder völlig hin und weg von der Deluxe-Schaukel, sodass es, als wir gehen wollten noch dicke Tränen kullerten. Hier auf dem Spielplatz tummelten sich die Nannys mit ihren reichen Schützlingen der Upper Eastsider. Anschließend gingen wir dann in den Central Park Zoo. Er war nett angelegt und man konnte die Tiere ziemlich gut beobachten. Leider waren die Gehege nicht sehr groß, sodass ein Zoobesuch immer einen komischen Beigeschmack hat. Adele trällert aber seitdem fleißig Papagei. 
Nachdem Zoo liefen wir weiter im Park umher, bloß nicht wieder zurück in die Lärmhölle, dachten wir uns. Straßenmusiker, -Maler und allerlei Verkäufer tummelten sich auf den zahlreichen Wegen.  
4 Typen drehten die Musik auf, ermunterten die Leute näher zu kommen, animierten zum Klatschen und zack zogen auch sie uns in ihren Bann und wir blieben stehen. Sie tanzten, spaßten und zogen das Publikum in ihre kleine Show mit ein. Am Ende ging das Hütchen rum, und alle gingen wieder ihre Wege, als ob nix gewesen sei. Die 4 Männer hoffen bestimmt jeden Tag, dass sie entdeckt werden- vielleicht leben sie den Amerikanischen Traum, hier ist ja bekanntlich alles möglich. 
Torsten zog anschließend alleine los um noch sein perfektes Foto zubekommen. Später kam er glücklich zurück, er hat es erwischt :-) 

Morgen geht unser Weiterflug nach San Francisco. Die Stadt der berühmten Cabel Cars. 

27. Oktober 2017

New York Tag 3

Gestern sind wir einfach eingeschlafen. Einfach so, wie konnte das denn passieren. Achja, Herr Jetlag ist immer noch allgegenwärtig. Über den Tag haben wir uns gesagt, dass wir ihn nun gut weggesteckt haben. Aber wir wurden wieder eines besseren belehrt.

New York ist unglaublich laut, so laut, dass es uns regelrecht aggressiv macht. Es ist ein ständiges Hintergrundrauschen von Autos, Klimaanlagen, Polizei, U-Bahn, Menschen, usw. zu hören. Man versteht das Wort des Partners aus 2 Meter Entfernung nicht mehr. Es ist wirklich belastend!

Ebenso ist es unfassbar teuer, zumindest was die Lebensmittel betrifft. Wir versuchen uns gesund zu ernähren, vorallem weil wir Adele etwas frisches bieten wollen. Aber Street- und Fastfood kosten genauso viel als wenn man sich etwas im Supermarkt kauft, teilweise ist es sogar günstiger.  

Heute hatten wir uns nicht viel vor genommen. Adele ist nicht so happy den ganzen Tag im Buggy zu sitzen, aber sie auf dem Fussweg laufen zu lassen, grenzt schon fast an Selbstfolter. Rechts läuft man, links wird man überholt, und wenn dann noch kurze Zwergebeinen umher flitzen, oje.... 
Wir waren früh morgens unseren Kaffee bei Mc Donalds holen und danach ging es mit der U-Bahn noch Brooklyn. Von dort liefen wir über die wunderschöne Brooklyn Bridge Richtung Manhattan und hatten einen atemberaubenden Blick auf die Skyline. Die Brooklyn Bridge zählt als "8.Weltwunder" ob sie den Namen verdient hat? Keine Ahnung, wir haben schon viele impulsante Brücken gesehen. 
Anschließend ging es zum Ground Zero, ein trauriger Ort der Weltgeschichte. Das Mamorial ist wunderschön gelungen, auch wenn man hier im Grunde auf einem Friedhof steht. Zwei Pools stehen sinnbildlich als Fußabdrücke der Twin Towers. Vom Rand stürzt Wasser in die Tiefe und außen stehen alle Namen der Opfer und an einigen Stecken Rosen und die Amerikanische Flacke. Gänsehaut ist an diesem Ort vorprogrammiert und immer wieder schaut man in den Himmel ob sich nicht ein Flugzeug nähert. 

Leider können wir keine Bilder mehr direkt  in den Blog stellen. Die müsst ihr über den Link verfolgen. 

26. Oktober 2017

New York Tag 2

Der heutige Tag begann wieder zu utopischen Zeiten. Hallo Jetlag du bist ja immer noch da! Die Nacht endete für uns 3:00Uhr. Wieder schlugen wir die Zeit mit Bausteinen, Büchern und amerikanischen Frühstücks-Fernsehen tot. Gegen 6:30Uhr, noch vor Sonnenaufgang, verließen wir das Hotel. Wow, so früh am Morgen auf Sightseeingtour zu sein hat auch enorme Vorteile, man ist so gut wie allein an den Hotspots. Den Sunrise erlebten wir auf dem Times Square wo gigantische Werbebanner um die Wette leuchten. Auf einmal kann Werbung auch total spannend sein und man schaut munter zu, wie sie über die Hochhäusern flackert. Nach dem morgendlichen Kaffee im Mc Donalds bummelten wir weiter durch Upper Manhattan. Die Stadt wurde minütlich voller und die arbeitende Bevölkerung war auf den Gehwegen zu gange. 
Unser Weg führte uns an der St. Patricks Kathedrale vorbei. Mitten zwischen zwei Hochhäusern taucht eine alte Kirche auf, der Baustil passt so gar nicht in das Stadtbild, oder vielleicht gerade doch. Die wunderbare Radio City Hall und das Rockefeller liegen dicht aneinander. Menschenmassen und Polizei tummelten sich vorm Rockefeller- irgendein Promi war dort. Aber wir konnten nicht erkennen wer und gingen desinteressiert weiter. Wir nutzen die Gelegenheit so zeitig unterwegs zu sein und holten uns kurzentschlossen Tickets für Top of Rock- dem Operdeck des Rockefellers. Von der 70. Etage hatten wir einen herrlichen Blick auf New York und dem grandios beeindruckenden Empire State Building. Irgendwie hat man das Gefühl vor einem großen Bild zu stehen und nicht gerade just in diesem Moment New York vor sich zu haben. 
Da wir uns vorgenommen hatten, etwas zu entschleunigen gingen wir heute in den Central Park. Raus aus der Großstadt und rein in die Grüne Lunge. Der Lärm verstummte und man war umgeben von Familien, Joggern und Pferdekutschen. Wir gingen mit Adele auf einen Spielplatz und sie konnte sich schön austoben. Nachdem sie sich ko rutschte und wieder freiwillig in den Buggy ging, liefen wir weiter. Unser Weg führte zum Trump Tower, der für die Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Klar, ... Trump muss sein eigen geschaffenes Denkmal präsentieren. Pompös und prunkvoll, mit einem Wasserfall im Foyer steht er da.  Die Polizei hält Wache und jeder Besucher wurde gescannt. Angeblich sei Trump auch in der Stadt... 
Wir liefen noch fix am Grand Central Station vorbei, bevor wir ins Hotel zurück gingen. Es war 16Uhr, logisch, Herr Jetlag zerrte schon wieder an uns.
Mal schauen, wann wir diese lästige Reisebegleitung ablegen können. 

24. Oktober 2017

Anreise und die ersten Eindrücke in New York

Erstes Ziel unserer Reise ist New York. Unser Flug ging von Berlin, über München, direkt weiter nach New York. Kurz kamen wir ins Zittern, da der Flug schon in Berlin Verspätung hatte und wir nur eine kurze Umsteigezeit in München hatten. Mit Adele im Buggy rannten wir quer über den Flughafen. Die Anzeigentafel teilte uns mit das wir 11Minuten Gehweg benötigten, wir brauchten nicht einmal die Hälfte. Wir hatten Sitzplätze inkl. Babybett gebucht. Welch tolle Möglichkeit, die können wir nur wärmstens Weiterempfehlen. So wird Reisen mit Kleinkind sogar noch mit viel Beinfreiheit belont. Der Flug verlief völlig problemlos, aber es schlauchte uns 3 trotzdem sehr. Nach 8:15h landeten wir endlich und nach dem Sicherheitscheck und Passportkontrolle ging es mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln in unser Hotel.

Der Jetlag hat uns voll im Griff, eigentlich mehr Adele. Ihre Nacht war heute 2:30Uhr vorbei, unsere somit auch und wir spielten mit Bausteinen und schauten Bücher an. Ein Jetlag an sich ist schon krass, aber ein Jetlag mit Kind ist noch krasser. Gegen 6:30Uhr verließen wir das Hotel, Hallo New York, wir wollen dich kennenlernen. Mit Sonnenaufgang liefen wir los, hat die Stadt überhaupt geschlafen? Wahrscheinlich nicht- Lärm ist hier an der Tagesordnung. NY ist laut, furchtbar laut, sodass sich selbst Adele manchmal die Ohren zu hält.
Das Wetter zeigte sich heute von keiner schönen Seite, es war zwar warm, aber es wehte ein heftiger Wind, und es regnete immer wieder. Torstens Hubschrauber-Rundflug, sein Geburtstagsgeschenk wurde aufgrund des Wetters gecancelt. Torsten schien gar nicht traurig zu sein, sogar eher erleichtert. Später sagte er mir, ich solle bitte nichts mehr mit Adrenalin schenken, er ist zu alt für sowas... 
Nach der Planänderung fuhren wir mit kostenlosen Staten Island Ferry. Die kreuzt auf ihrer Route, die Statue of Liberty und man hat von Board aus einen prima Blick. Adele interessierte dies wenig, und flitze währenddessen über die Fähre und trällerte jeden ein freudiges Hallooooo-Naaaa? entgegen. 
Auf dem Rückweg ins Hotel peitschte und trieb uns regelrecht der Regen die Blocks entlang. 5th Ave, 7th Ave, Park Ave, 49th,50th... permanent wird gehubt, Reklame flaggert überall auf und die Memschenströme starren stur auf ihre Handys. 
Ja New York pulsiert, aber es ist anstrengend hier mit zu halten. Wir müssen entschleunigen, unbedingt, Adele zu liebe. Wir sind erschlagen von Eindrücken- erschlagen von New York. 

22. Oktober 2017

Bilder USA

Heute gibt es den LINK mit den Bilder zuerst. Hier werden wir verstärkt Bilder hochladen, damit der Text im Blog nicht untergeht!!!

https://photos.app.goo.gl/ehNv7ns9TbSXPnPk2

26. Mai 2017

Letzter Tag Zagreb

Vatertag - in Kroatien! Diesen Tag verbrachten wir nicht wie geplant in den Bergen zum Wandern, sondern gingen in den Zoo. Wir wollten mal etwas für Adele unternehmen, da sie so tapfer unsere Reise-Macken mitmacht und so eine klasse Reisebegleiterin ist. Unsere Gene eben! 
Adele war voll happy im Zoo, und rief immer "guck mal" und zeigte auf kroatische Piep Pieps.  
Die Kroaten feiern gern, und Zagreb ist voll an Festen und Festivals. Zurzeit war irgendein Kirchenfest mit vielen Behinderten die sangen, tanzten und selbstgebastelten Sachen verkauften. Und es war das Gourmet Fest, wie bereits erwähnt ist Zagreb eine Schlemmermeile, aber das Gourmet Fest war noch mal das Sahnehäubchen. Die Kroaten nehmen anscheinend nicht oft ihre Kinder mit - Wickelräume, Kinderstühle etc. sind Mangelware. So aßen wir letztendlich in einer Pizzaria unsere letzte Mahlzeit vor der Heimreise und Adele aß ihre erste Pizza, sie ist auch ein kleiner Gourmet -unsere Gene eben! 
Wehmütig verlassen wir nun Kroatien.  Ein wundervolles Land mit noch viel wundervolleren Menschen! Wir wurden nicht einmal doof angemacht, waren überall herzlich willkommen. Wir haben wirklich schon sehr viele Nationalitäten kennengelernt, aber nirgends waren die Menschen mit so viel Herz dabei. 
Australier sind stets freundlich, aber oberflächlich, Franzosen sind skeptisch 
 und brauchen eine lange Auftau-Phase. Schotten und Isländer sind zurückhaltend freundlich, Italiener sind sexy nett und Spanier sind stets zur Siesta und Tschechen verarschen - aber Kroaten haben Herz! 
Wir kommen wieder - ganz gewiss! Vielleicht schon bald! 
Zbogom! 
Hrvatska!

24. Mai 2017

Zagreb

Uns wurde gesagt, dass Zagreb nicht so toll sei und es sich nicht lohnt hierher zu fahren. Zagreb ist nicht Berlin, London oder Paris. Es ist viel kleiner und die Straßenzüge sind teilweise herunter gekommen. Nur die Oberstadt ist reich an alten Häusern und Historie. Aber Zagreb ist eine Schlemmer-Oase - soviel Köstlichkeiten an jeder Ecke! Oh ja, was das Essen angeht, kann Zagreb bei den ganz großen mithalten! Irgendwie merkt man immer wenn es Richtung Ende des Urlaubes geht, dass die Luft raus ist. Am Anfang heißt es Go Go Go, alles muss gesehen werden und jetzt schlendern wir einfach die Straßen ohne Ziel entlang. Naja so ganz planlos waren wir nicht. Wir sind wieder in die Innenstadt gelaufen, haben uns die Kathedrale angeschaut, die St. Markus Kirche und das Stone Gate- eine offene Kapelle. Katja wollte unbedingt in das Museum der zerbrochenen Beziehungen und fand es toll, Torsten nicht. Es waren Gegenstände ausgestellt und eine Geschichte dazu warum die Beziehung gescheidert ist und was der Gegebstand dabei für eine Rolle gespielt hat. Zum Beispiel eine Streichholzschachtel oder ein paar CDs. Torsten fand das Gästebuch am interessantesten und verweilte eine lange Zeit da. Entlang der vielen Gassen haben wir einen Spielplatz entdeckt, man hat in Adeles Augen sofort ein Leuchten gesehen, es musste alles einmal geschaukelt, gewippt und gerutscht werden. Adele war nur schwer wieder wegzubekommen. Weiter ging es, aber wieder in unserer Apartment. Wir sind knülle, Adele ist knülle und so lassen wir unseren Tag ausklingen. Morgen soll es dann aber noch einmal wandern gehen. 

23. Mai 2017

Weiterfahrt nach Zagreb

Heute haben wir unsere Reise fortgesetzt. Leider ist es auch unser letzter Stopp bevor es wieder nach Hause geht. Wir sind rund 400 km in den Norden, in die Hauptstadt Kroatiens gefahren. Die Fahrt ging nur schwerlich voran, da fast nur 100kmh erlaubt war. Für die nächsten 3 Tage bleiben wir nun in Zagreb. 

Irgendwie fing unsere Buchung gestern schon komisch an. In der Beschreibung stand, dass parken 10€ extra kostet und die Bezahlung Vorort Cash passiert. Kurz nach der Buchung wurden wir jedoch aufgefordert direkt alles zu überweisen und das es keinen Parkplatz gibt. Nach kurzen Emailverkehr ließ sich jedoch alles klären. Die Tiefgarage ist zum Glück um die Ecke und der Vermieter kam persönlich vorbei. Auch wenn alles etwas komisch ablief und Katja ein unwohles Gefühl hat (sie glaubt Menschenhändler sind hier zu gange), liegen wir jetzt im Bett.  Nachmittags sind wir noch einmal in die City losgezogen. Haben Cocktails getrunken und zu Abend gegessen. Gesehen haben wir noch nicht viel. Das holen wir  morgen alles nach. Auf den ersten Blick erinnert Zagreb arg an Köln. :)

22. Mai 2017

Tagesausflug nach Split

Unser Tag startete wieder recht entspannt. Diesmal wurden wir von Sonnenstrahlen geweckt und nicht mit dem tropfenden Regen an der Fensterscheibe. Heute stand ein Tagesausflug nach Split an. Split ist die zweitgrößte Stadt Kroatiens und ist reich an Geschichte. Wir wurden förmlich überrannt von Touristen, dass waren wir gar nicht gewohnt aus unserem kleinen Sibenik. Es ist auch einfach nicht unser Ding mit dem Strom mitzulaufen, aber wir taten es trotzdem. Wir ließen uns in das Mittelalterliche Stadtzentrum hineintreiben und standen schon mitten  in dem Diokletianspalast. Der "Palast" ist eine römische Ruine und eines der best erhaltenden und imposantesten  römischen Bauwerke. Wie erwarteten einen Palast  oder ein Museum aber nein, es ist vielmehr das pulsierende Herz von Split mit Geschäften, Bars und Restaurants. Der Palast ist gigantisch groß und misst eine Länge von 215m und eine Breite von 181m. Mit Buggy war es aber eine kleine Herausforderung sich durch die Menschenmassen zubewegen und wenn man dieses Hindernis überwunden hatte, standen wir auch schon vor dem Nächsten: einer Treppe...! 
Die Sonne hab heute alles gegeben und die Temperatur kletterte auf 28Grad. Gegen Nachmittag wurde es unangenehm und Adele auch langsam unruhig. Im Buggy sitzen möchte sie auch nich mehr, aber in den Massen laufen lassen klappt auch leider noch nicht, so war sie  not amused über die Gesamtsituation und wir fuhren wieder in unser beschauliches kleines Sibenik und fanden angenehme Kühle in unserem "Bunker".

21. Mai 2017

Sibenik - Tag 2 und Krka Nationalpark

Gestern waren wir schlicht weg zu faul um zu schreiben, oder aber der Wein, der wunderbare kroatische Rotwein, hat unsere Finger lahm gelegt. 
Wir sind bei strömenden Regen in Sibenik angekommen. Die schäbigen Vororte vermiesten unsere Laune noch mehr. Hier sollen wir bleiben? Unsere Unterkunft ist auch eher so lala, vielleicht sind wir zu verwöhnt von der letzen schicken Bleibe. Katja musste erst einmal durchwischen, weil es so dreckig war - dabei wir sind wahrlich nicht so penibel.  
Als der Regen endlich nachließ, und wir auf Erkundungstour gingen, änderte sich unsere Meinung von Sibenik schlagartig. Ein steinerndes Labyrinth von steilen Straßen und engen Gassen tat sich auf, Abertausende Stufen mussten wir erklimmen (ein Alptraum mit  Buggy) und wir waren zurückversetzt ins Mittealter. Adele rannte auf dem Markplatz anderen Kindern hinterher, die emsig ihre Spielsachen vor ihr in Sicherheit brachten und wir sahsen da und beobachteten die ruhige Adria. 

Heute wurden wir wieder vom Regen geweckt. Torsten hatte schon Panik, dass wir den ganzen Tag in unserem Bunker (so nennt er unsere Unterkunft) verbringen müssten. Zum Mittag klarte es sich jedoch auf, und die Sonne kam endlich wieder hervor. So fuhren wir in den Krka Nationalpark, ganz hier in der Nähe. Der Fluss Krka ist 73km lang und windet sich vom Gebirge Richtung Meer. Auch hier ist dieses Karstphänomen wie bei den Plitvicer Seen. Es bilden sich Barrieren, und Platzformen durch die Ablagerungen und Aushärtung von Kalziumkarbonat und es entstehen Wasserfälle. Plitvicer Seen hat uns aber viel besser gefallen. Es war damals eine herrliche Wanderung, von ca. 6h durch die Seenlandschaft, heute war es ein Rundweg von 2km und alles war sehr auf Tourismus ausgelegt. 
Für uns hat ein Nationalpark die Bedeutung, die Natur in ihrem Ursprung zu schützen - im Krka Nationalpark sind überall Verkauftsstände, Souvenirshops etc. zu finden. Gehört so etwas wirklich in einen Nationalpark? 
Ohne Frage die Natur, die Landschaft waren wunderschön- nur hatte die Geldmacherei einen bitteren Beigeschmack. 
Am Abend sahsen wir am Strand und hatten einen atemberaubenden Blick auf Sibenik und die Sonne verschwand hinter den küstennahen Inseln. 
Ein weitere wunderbare Tag in Kroatien neigt sich dem Ende zu. 

20. Mai 2017

Sibenik

Heute haben wir keine Lust zum Schreiben. Lasst euch von den Fotos inspirieren.

19. Mai 2017

Zadar - Tag 2

Unseren 2. Tag im wunderschönen Zadar haben wir sehr entspannt starten lassen. Erst am Nachmittag sind wir wieder losgezogen.
Den Grand Prix vom Jetski wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. 
An der Promende tummelten sich etliche Menschen, und alle wollten dem Spektakel zu sehen. Wir kamen uns vor wie auf dem Sachsenring, statt Asphalt gab es hier eben Wasser. Abgasgeruch, laute Musik und Fans waren dasselbe. Team Deutschland kam übrigens aus Rochlitz, wir fragten uns nur wo die trainieren?!? Ganz in der Nähe auf der Promenade befindet sich ein kleines Highlight von Zadar, die Meeresorgel. Ein System aus Orgelpfeifen und Flöten verbirgt sich unter den Stufen die zum Meer hinabführen, und erzeugen wehmütig Töne, wenn durch die Bewegung des Meeres Luft durchgedrückt wird. Wir empfanden die Töne eher als nervig und eindringlich.  Gleich um die Ecke befindet sich das nächste Kunstwerk, der Gruß an die Sonne. Im Boden wurde ein großer Kreis von Solarplatten eingebaut, dieser fängt tagsüber das Sonnenlicht auf und lässt es tanzen sobald es dunkel wird. Diese psychedelische Lichtshow soll das Sonnensystem simulieren. Adele war fasziniert und rannte kreuz und quer im Kreis herum. Übrigens müssen wir unseren Blogeintrag von gestern korrigieren, die Altstadt wurde zu 60% zerstört und sie wurde originalgetreu wieder aufgebaut. Die Geschichte wiederholte sich im Kroatienkrieg 1991 und sie wurde wieder zerstört. Dennoch zählt Zadar zu den dynamischsten Städten Kroatiens und unser Herz hat diese Stadt ebenfalls gewonnen. Morgen brechen wir wieder auf und setzen unsere Reise fort.