22. August 2015

Tag 6 - Venedig

Unser Tag begann ohne Stress. Obwohl wir uns Venedig vorgenommen haben, haben wir ausgeschlafen. Kurz nach 10 Uhr legte das Boot hier im Hafen ab um nach Venedig über zusetzen. Eine knappe halbe Stunde hat die Überfahrt gedauert. Kaum angekommen, wurden wir schon erschlagen von Venedigs Einzigartigkeit und Schönheit. Der Canal Grande präsentierte uns schon sofort, etlichen Brücken und in den ersten Minuten hatte uns Venedig schon in den Bann gezogen. Leider zerstören die Millionen Touristen dieses Flair. Menschenströme zogen durch die engen Gassen. Die Gastronomie hat dementsprechende Wucherpreise, die einem schon weh tun. Die Gassen waren voll an Läden und spendeten wohltuenden Schatten. Die Sonne ballerte den ganzen Tag. Wir machten keinen Hardcore-Sightseeing-Tag, sondern ließen uns einfach treiben. Wir machten Halt auf dem Markusplatz und fuhren mit dem Lift auf dem Campanile di San Marco. Vom Glockenturm hatten wir einen sensationellen Blick über Venedig und der venezianischen Lagune. Nach fast 7h fuhren wir wieder zurück und sprangen zur Abkühlung noch einmal ins Meer. Fazit des Tages: Venedig ist traumhaft, nur sollte hier dringend etwas getan werden um die Stadt und Einwohner zu schützen. In solch einer Touri-Hochburg möchte niemand leben. (Was man auch an der fallenden Einwohnerzahl sieht). Aber heute dürfen wir uns nicht beschweren, wir waren 2 von 15 Millionen Besucher pro Jahr.

21. August 2015

Tag 5 - Strandtag am Campingplatz

Heute haben wir den ganzen Tag gegammelt.... Haben einfach mal nichts getan außer lange geschlafen, am Strand geschlafen, am Nachmittag geschlafen und gleich gehts wieder schlafen. Zwischendurch waren wir zwei mal baden und sind eben wir vom Sonnenuntergang angucken rein. Die Sonne ging über Venedig unter, es war ganz wunderbar. Zwischendurch waren wir noch im Supermarkt, dass war gar nicht so wunderbar! Schon auf dem Parkplatz hätte uns auffallen müssen, dass wir umzingelt von Deutschen waren. Der Supermarkt war brechend voll mit Deutschen. Sowas wollen wir ja eigentlich gar nicht, wollen kein Deutsch hören noch sprechen. Der touristische Urlaub ist eben nichts für uns.

20. August 2015

Tag 4 - Grotta Gigante und Weiterfahrt Richtung Venedig

Irgendwie kann es Torsten nicht lassen. Sein innerer Wecker hat wieder um sieben geklingelt und hat Katja wieder mit Aufstehen genervt. Obwohl auch in Italien die Uhren langsamer schlagen, gibt es Frühstück nur bis spätestens 9 Uhr. Das ist natürlich Grund genug um so zeitig aufzustehen ;-)

Nach unserem kleinen Frühstück mit selbstgemachter Marmelade ging es dann endlich los.

Unser erster Stopp "Grotta Gigante"- die größte Tropfsteinhöhle Europas. Ganze 100m und 500 Treppenstufen ging es nach unten, die wir auch wieder hinauf mussten. Die Höhle war echt gigantisch! Gefühlt wie ein Fritz-Heckert-Wohnblock!

Danach ging es 2 Autostunden Richtung Venedig. Gefahren sind wir diesmal Landstraße um etwas von der Landschaft zu sehen.

Endlich waren wir am Ziel angekommen.  Ganze 50€ pro Nacht kostet der Campingplatz hier. Er ist riesengroß, touristisch völlig überlaufen, und man ist wie Ölsardinen mit anderen Campern zusammen gequetscht. Nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Wir wollten Ruhe und Natur und nun das! Katja wollte hier wieder weg, Torsten buchte ihn. Die Stimmung kippte... Das einzig positive: das Meer liegt direkt vor uns. So haben wir den Nachmittag am Strand verbracht. Torsten spielte Volleyball und Katja las Zeitung.

Nun ein Einblick in unsere Campingnachbarn:
Rechts: Oma und Opa mit 2 Wänstern im Wohnmobil aus Heidelberg.
Links: sehr laute italienische Großfamilie, samt Baby, Hund und Kanarienvogel der im Käfig unterm Pavillon hängt.
Gegenüber: Klischeefamilie: Tochter Cayenne und Sohn Dustin, Mutter und Vater sitzen rauchend da und ermahnen permanent Dustin!

Achja, draußen zieht sich gerade ein Gewitter zusammen!!!

19. August 2015

Tag 3 - Weiterreise nach Triest

Heute früh konnten wir noch unser Zelt im Trockenen abbauen, bevor wir unsere Weiterreise nach Italien aufnahmen. Wir wären gern noch geblieben, aber die Wettervorschau zwang uns dazu. Doch bevor es los ging, machten wir noch einen Stopp bei Roy Black und Uschi Glas im Schloss am Wörthersee in Velden. Dann folgten 2,5 Autobahnstunden bis wir in Triest bei Sonnenschein ankamen. Aber auch hier hat der Wetterbericht Regen versprochen und so hat es sich dann auch am Nachmittag eingeregnet. Wir sind wieder in einer Pension am Standtrand untergekommen. Nachdem wir ein kurzes Nickerchen machten, sind wir mit dem Bus ins Stadtzentrum gefahren. Mit dem Regenschirm bewaffnet sind wir einmal über den Rathausplatz und danach direkt in eine Pizzeria. Hier haben wir uns Pizza, Wein bzw Cola schmecken lassen, als dann noch der Strom ausfiel sahsen wir zwar im Dunklem aber zu mind. im Trockenen. Der Regen hört heute nicht mehr auf, von daher verziehen wir uns in unsere Pension und schmieden den weiteren Reiseverlauf. Triest werden wir morgen wieder verlassen, wohin ist noch ungewiss.

18. August 2015

Tag 2 - Klagenfurt und Wörthersee

Die Nacht war kurz. Nachdem Katja mindestens 8 Mal heute Nacht auf Toilette musste, konnte Torsten gegen 7 absolut nicht mehr schlafen. Er tyrannisierte Katja so lang, bis sie endlich am Frühstückstisch saß. Wir genossen das reichhaltige Frühstück, da wir wussten, dass es die nächsten Tage nur noch Müsli geben wird. Gegen 9 Uhr verließen wir die Pension, gingen im Supermarkt einkaufen und steuerten wenig später Klagenfurt Zentrum an. Dort erwachte ganz allmählich das frohe Treiben und wir schlenderten im inneren Stadtring herum. Aßen Eis und beobachten alte Ösi-Damen mit Rollator und Schoßhündchen wie sie sich ihr erstes Bier am Vormittag genehmigten. Klagenfurt entzückte uns sehr, welch historische und liebevoll errichtete Stadt. Nach dem Stadtspaziergang fuhren wir ans Ufer vom Wörthersee. Wir liefen recht gechillt auf die Halbinsel Maria Loretto, hielten die Füße in den warmen  Wörthersee und genossen die Sonne. Wir steuerten einen Campspot weiter oben in den Bergen an. Er liegt direkt an einem See und um uns herum erstrecken sich die Berge. Nachdem das Zelt aufgebaut war, gingen wir im See baden, um uns zu erfrischen. Der Hunger ließ nicht lang auf sich warten und wir kochten Nudeln a la Australien Style. Wir wurden auf die Sekunde genau fertig, denn dann ging das heftiges Gewitter nieder. Wir verkrochen uns ins Zelt, aber als es nicht weit von uns so mächtig knallte und hellerleuchtete, war es uns nicht mehr geheuer und suchten Zuflucht im Auto. Hier sitzen wir nun noch und warten bis der letzte Regentropfen fällt.

17. August 2015

Tag 1 - Die Anreise

Puhhhh. Der erste Tag geht zu Ende. Wie immer war auch diese Anreise anstrengend. In Italien sind wir zwar noch nicht, aber bis ins 750 km entfernte Klagenfurt haben wir es geschafft. Für diese Strecke sind wir etwas mehr als neun Stunden bei strömenden Regen gefahren. Die Dachbox hat uns ziemlich ausgebremst. Mehr als 120km/h ist nicht erlaubt. Meine schwangere Frau wollte gefühlt alle 10km aufs Klo. Somit hatten wir viele Stopps.

Wir sind die Tauern Autobahn gefahren. Zu der normalen Autobahnmaut in Österreich kam dieser Streckenabschnitt weitere 11€ Maut. Wir hatten uns extra an einer Tankstelle erkundigt wo wir für diesen Abschnitt bezahlen können. Uns antwortete man direkt Vorort am Mauthäuschen. Wir fuhren weiter und direkt am Mauthäuschen vorbei. Jetzt wurde ich langsam nervös und habe mir im Kopf ausgemalt, dass ich den nächsten Wochen einen Strafzettel erhalten werde. Wir fuhren nun weiter, ändern konnten wir es nun nicht mehr. Aber am Ende des Tunnels kommt bekanntlich nicht nur das Licht, nein diesmal kamen auch die richtigen Mauthäuschen.

Am Wörthersee hat es dann auch aufgehört mit regnen. Die Straßen waren trocken jedoch hingen die Wolken tief. Wir haben nicht lange gezögert und haben in einet Pension eingecheckt. Heute schlafen wir noch mit Comfort. Morgen geht es mit campen los. Zum Abendbrot gab eine Pizza vom Italiener :)

5. April 2015

Paris - Tag 3

Heute ließen wir es gemütlicher angehen, nach einem kleinen französischen Frühstück suchten wir keine Ostereier, sondern Gräber. Genau Gräber, unser erstes Ziel war der Friedhof du Père Lachaise wo viele Berühmtheiten ihre letzte Ruhe fanden. Somit auch Jim Morrison, Sänger von the Doors und Frederic Chopin. Wir fanden die Gräber recht schnell, dank der regelrechten Pilger dort hin. Anschließend fuhren wir zu Sacre Cour, der schneeweißen Basilika hoch oben auf dem Berg von Paris. Diese Idee hatten auch 1 Million andere Menschen. Da wir nun vordrängeln erprobt sind war dieses ein Kinderspiel für uns. Dann liesen wir die Sonnenstrahlen auf der Haut Vitamin D verstreuen, tranken unseren ersten Wein und nahmen die Route Richtung Eiffelturm auf. Die Metro in Paris spielt uns hier regelmäßig fiese Streiche. So auch heute. No Train! Schrie uns eine Dame vom Servicepersonal an. Okay, okay es geht auch freundlicher. Wir liefen zur nächsten Metrostation im schönen Künstlerviertel. 30 Minuten später standen wir vorm Invalides. Das Hotel des Invalides ist ein Bauwerk vom Sonnenkönig und war eine Art Heim für Invaliden-Soldaten. Wir schauten kurz in dem anschließenden Dom und wollten einen Blick auf den Sarg von Napoléon werfen, leider vergebens. Der kleine Mann liegt unter der Kuppel. Auf der Wiese vorm Eiffelturm war ein riesiges Familienfest zu gange. Hier konnte man Eier suchen, wir vergnügten uns aber lieber mit Barbes de Papa, die sogenannte Zuckerwatte! Da wir inzwischen Vordrängel Profis sind, nahmen wir auch den direkt kürzesten Weg zum Eiffelturm. Genau 609 Treppen stiegen wir empor auf die 2. Plattform. Auf weitere Menschenmassen und Gedrängel hatten wir einfach keine Lust und somit verzichteten wir auf den Lift zur Spitze. Die Aussicht war sowieso schon traumhaft schön. Zum Glück spielte heute das Wetter so gut mit. Der Eiffelturm ist wahrlich gigantisch, wir hätten es gar nicht gedacht! Jetzt sind wir im Hotel und starten gleich nochmal in Richtung Moulin Rouge. Aber unsere Füße schmerzen vom vielen Sightseeing und morgen geht es wieder nach Hause.

Paris - Tag 2

Unser Tag begann zeitig. Wir sind schon halb 8 aufgestanden, denn wir wollten die ersten bei den Katakomben sein. 10 Uhr war Einlass und wir waren eine gute halbe Stunde eher da. Aber es gab noch circa 200 weitere Besucher die vor uns standen. Torsten ist zum fotografieren losgezogen. Auf einmal erhielt Katja einen Anruf und Torsten meinte er steht ganz vorn am Einlass in der Schlange. Ja wir waren auch einmal dreist und haben uns vorgemogelt. Die Katakomben waren echt gruselig. Hier werden die Knochen von 6 Millionen toten Parisern aufbewahrt. Nach circa einer Stunde waren wir wieder draußen. Katja atmete erleichert auf. Ebenso die deutsche Frau, die nicht wusste worauf sie sich einließ, als sie hinab stieg. Katja redete viel mit ihr und so hielt sich zum Glück die Panik bei ihr in Grenzen. Was tun, wenn jemand etliche Meter unter der Erde, umgeben von Skeletten einen Panikanfall bekommt? Die Erfahrung blieb uns erspart. Danach führte unser Weg zu Notre Damm. Hier waren auch nur Leute über Leute, aber den Glöckner fanden wir leider nicht. Unser Liebesschloss, was Torsten vor drei Jahren zu Weihnachten Katja geschenkt hatte, hat nun auch sein endgültigen Platz gefunden. Ziemlich durchgefroren und auf der Suche nach einer Toilette haben wir uns bei einen Vietnamesen niedergelassen. Das Essen hat überhaupt nicht geschmeckt und war dafür noch richtig teuer. Der Hunger triebs rein, der Ekel herunter und der Geiz behielts drin,... So in etwa  :) Danach ging es weiter in das neue Paris. Hier stehen Hochhäuser an Hochhäuser. Ein Traum für Torsten. Wir waren nun mittlerweile über einen halben Tag unterwegs und waren sichtlich müde. Wir sind noch einmal kurz zurück in das Hotel, um uns zu erholen, bevor Paris bei Nacht anstand. Diesmal mit voller Fotoausrüstung. Stativ und Zoom-Objektiv waren im Dauereinsatz und der Eiffelturm, Louvre und Champs Elyse mussten als Motiv herhalten. Katja hielt tapfer durch!

3. April 2015

Paris, die Anreise

Ein langer Tag neigt sich zum Ende. Nach dem wir um Drei aufgestanden sind, gefrühstückt haben, ging es mit dem Auto nach Leipzig auf den Flughafen. Nach einen kurzem Stopover in Frankfurt sind wir kurz vor 10 in Paris gelandet. Auffällig war, dass die Piloten die Passagiere persönlich begrüßten und vorm Start nochmal das Wort aus dem Cockpit an alle richteten. Herr Schmidt und Herr Meier machten einen feinen Eindruck und einen guten Job. Die Flugbegleiter hatten mächtig zu tun,und der Schweiß stand ihnen auf der Stirn. Da kam Katjas Begriffstutzigkeit den beiden gerade noch recht. Der Zeitdruck der Landung im Nacken und Katja konnte sich nicht entscheiden was sie zu trinken wollte. Als alle am Ende das Flugzeug verliesen, zog er Katja zur Seite und entschuldigte sich für das "Unterdruck setzen". Als letzte und mit etlicher Zeitverzögerung kam Katja dann auch aus dem Flieger.
In Paris lief alles ohne Problem. Rein in den Zug, einmal umsteigen in die Metro und schon waren wir im Hotel.
Wir kamen im trockenen an, jedoch wandelte sich das Wetter. Regen, Regen,Regen. Was tun in  Paris bei Regen? Ab in die Unterwelt, aber da hatten wir die Rechnung nicht mit 1 Million anderer Touristen gemacht. Die Schlange war zu lang und wir änderten den Plan. Auf Umwege kamen wir dann am Louvre an, sahsen mit Kanadiern auf dem Fenstersims und als der Regen etwas nach lies, schlenderten wir durch den Jardin des Tuileries. Die Müdigkeit und Regen setzten gleichzeitig ein, daher nahmen wir dann bei Rushhour (!!!) den Weg in Hotel in Angriff. Torsten meinte: zeig mir 10 Europäer und ich sag dir wer Franzose ist.Fazit: die Männer eher metrosexuell und keine richtigen Männer, die Frauen umso schöner und einen wahnsinns Sinn für Mode. Nun sitzen wir in unseren Kiez und haben lecker gegessen, trinken Bier und Cocktail und planen den nächsten Tag.

25. November 2014

Bilder sind online

Diesmal kommen die Bilder gewollt zum Schluss. Wir hoffen dass ihr durch unsere Erzählungen ein Bild von der Insel machen konntet.

23. November 2014

Tag 7 - Letzter Tag Teneriffa und Fazit

Wie sollte es auch anders sein, hat es heute wieder nur den ganzen Tag geregnet. Nach dem wir den Schock von gestern verdaut hatten, sind wir mit Regenschirm bewaffnet noch einmal ins Stadtzentrum von Puerto de la Cruz gelaufen und waren noch einmal in Gassen die wir nicht kannten. Da unser Frühstück heute sehr karg ausfiel, haben wir uns mal wieder in ein Restaurant gesetzt. Hier haben wir bestimmt drei Stunden verbracht. Haben über Leute gelästert und das kostenlose Internet zum Glühen gebracht. Eine Woche ohne Internet ist hart, aber da sieht man wieder wie abhängig man davon ist.

Teneriffa hat uns sehr gut gefallen. Obwohl wir so ein Pech mit dem Wetter hatten, würden wir auf jeden Fall wieder kommen. Die Insel hat viel zu bieten, gerade für uns nicht kommerziellen Urlauber. Schon deshalb werden wir zurück kommen müssen, die ganzen Wanderungen durch die Schluchten von Masca und die Erklimmung des Teides stehen noch aus. Obwohl wir ein wenig das typisch spanische Flair wie in Sevilla vermisst haben, lieben wir den Charme der Spanier doch sehr. Allein durch die gestrige Nacht, wissen wir nun auch die Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft zu schätzen. Wäre uns das in Deutschland auch widerfahren?  Den Abend lassen wir mit den Tropfen des Regens, dem tobenden Atlantik und spanischen Vino ausklingen. Denn morgen heißt es um 5 aufstehen und zum Flughafen fahren. Muchos Gracias und Adios Tenerife!

Tag 6 - Der Teide

Der Morgen begann wie so jeden Tag mit herrlichen Regen. Wir konnten also nur wieder die Flucht ergreifen, nach Oben. Unser Ziel für heute war El Teide - der Vulkan und höchste Berg der Insel. Mit seinen 3712m wirkt er mächtig und stolz mitten auf Teneriffa. Die Fahrt ging durch zahlreiche Wolken, der Nebel versperrte uns die Sicht in die umliegende Gegend. Wir konnten nur unserer Fantasie freien Lauf lassen, dass es hier bestimmt schön aussah. Die Wolken, der Regen, der Nebel wollten einfach nicht aufhören. Wir mussten doch irgendwann die Wolkendecke durchbrochen haben?! Wir fuhren eine starke Linkskurve und dann: Sonne! Blauer Himmel! Mondlandschaft! Gigantisch, wir hatten es endlich geschafft . Leider folgte auf die kurze Freude auch schon der nächste Tiefschlag. Die Seilbahn zur Spitze hatte wegen schlechten Wetters und starken Winden geschlossen. Die Landschaft ringsherum tröstet uns. Es war wundervoll. Lavaströme, Höhlen, deformierte Felsen und nirgends einen Hinweis auf Vegetation. Ein bisschen erinnerte es uns an Island - vulkanisch eben. Die Fahrt ging wieder serpentinenreich nach unten in den Süden. An der Küste bei feinsten Sonnenschein aßen wir Fisch und Garnelen, spazierten die Promenade entlang und Torsten ging erstmals ohne Krücken. Danach nahmen wir die 1h Fahrt hinauf zum Teide in Angriff. Torsten wollte Fotos bei Sonnenuntergang und von den Sternen machen. Eigentlich hatten wir uns fürs Observatorium angemeldet, natürlich auch hier eine Absage wegen schlechten Wetter. In diesem Urlaub wollte auch nichts klappen. Die Sterne waren so unglaublich schön, so viele hatten wir zuletzt im Outback von Australien gestehen. Dann traten wir auch die Heimfahrt an. Wir wussten, dass sie nicht einfach werden würde, da das Wetter im Norden nicht gerade bombastisch war. Der Nebel verdickte sich so sehr, dass Torsten die Kurvenrichtung  per Navi vorhersagte, und in Schritttempo krochen wir unter Starkregen (!!!) 2000m bergab. Das Navi sagte links, Katja bog links ab-> Sackgasse! Auto steckte fest und der steile Berg an dem wir standen entwickelte sich zum Fluss. Alleine kamen wir hier nicht mehr raus. Aber wo Hilfe holen? Wir sahen eine Finka mit Licht. Wir rannten dort hin und platzten in eine Party von jungen Leuten. Mit Händen und Füßen und bisschen Englisch verständigten wir uns. Spanier und Englisch ist so eine Sache. Sie schoben uns fürs Erste raus aber bald folgte die ernüchternde Erkenntnis, dass wir den riesigen Berg nicht bei diesem Unwetter passieren konnten. Sie luden uns in ihre Finka ein, bis das Unwetter vorbei war. Dann folgte noch Stromausfall und wir saßen mit singenden Spaniern bei Kerzenschein mitten im Nirgendwo. Nach 3h Aufenthalt fuhr einer der Jungs das Auto nach oben. Katja hatte Angst vor dem Berg und Torsten konnte mit seinem Fuß konnte das Pedal nicht halten. Wir umarmten unsere Helfer und traten im Schneckentempo die Heimreise fort. Im Hotel angekommen, kam es uns vor wie ein (Alb)Traum...

21. November 2014

Tag 5 - Masca, ein abenteuerlicher Tag

Im Sonnenschein sind wir gestartet aber die Regenausrüstung haben wir mittlerweile immer in Gepäck. Auf dem Weg über die engen Bergstraßen des Tenogebirges hatten wir herrliche Ausblicke. Unzählige Touristenbusse kreuzten unsere Wege und in den engen Serpentinen liefen die Schweißperlen über Katjas Stirn und Torsten manövrierte auf der Beifahrerseite mit. Endlich in Masca angekommen konnte aufgeatmet werden und die Sonne lachte uns auch an. Das Dorf erstreckt sich über 3 Berghänge und hat ca. 100 Einwohner. Kakteen zierten die Böschungen und der Blick durch die Masca Schlucht reichte hinüber bis zu La Gomera. Wir aßen Oliven und Ziegenkäse und tranken frisch gepressten Kakteen-Saft. Dann deckten wir uns noch mit frischen Obst und "local vino" ein und wollten unseren Tagesausflug fortsetzen. Am Auto abgekommen... Warum gehen die Türen nicht auf? Tja, die Zentralverriegelung funktionierte nicht mehr und alles andere auch nicht. Die Batterie war tot! Neiiin, nicht mitten in den Bergen! Touristen und spanische Busfahrer halfen uns das Auto aus der schmalen Parklücke zu schieben. Leider ohne Erfolg, das Auto sprang nicht wieder an. Und keiner hatte ein Starterkabel...wir riefen notgedrungen die Autovermietung an, sie wollten in einer Stunde da sein. Aus einer Stunde wurden zwei und der Himmel bescherte uns ein mit feinsten Regengüssen. Dann kam uns die Erleuchtung! Der abgebrochene Kaktus! Das war die Strafe. Schnell pflanzten wir ihm am Straßenrand wieder ein und alles sollte sich danach zum Guten wenden. Die Autovermietung kam, gab uns ein neues Auto, einen Clio. Die Kiste klappert an allen Ecken und Kanten aber sie brachte uns sicher vom Berg hinab ins Tal und dann wieder ins Hotel. Katja ist nun serpentinenerprobt und morgen geht es samt Clio zum Teide. In Puerto begrüßt uns wie immer der Regen! Aber wir haben gelernt: es gibt kein schlechtes Wetter, nur guten Wein.

20. November 2014

Tag 4 - Santa Cruz

Heute früh wurden wir durch das tobende Meer geweckt. Vom Balkon aus haben wir schon die haushohen Wellen gesehen, die das gestrige Unwetter mitgebracht haben. Nach dem Frühstück sind wir sofort an den Strand, um das Spektakel von nahen zu betrachten. Es waren mehr Leute am Strand als die Tage zu vor beim Sonnenbaden. Es war schon beeindruckend  wie die Wellen an die Uferbefestigung schlugen und eine 8 Meter hohe Fontäne spritze uns alle nass.

Danach ging es auf der Autobahn ins 40km entfernte Santa Cruz- die Hauptstadt der Insel. Es ging direkt 4 spurig in die Stadt. Das erste Einkaufscenter haben wir gleich zum Parken zweckentfremdet. Mit spanischen Süßigkeiten in der Hand konnte es endlich mit dem Stadtspaziergang losgehen. Die Sonne hat gelacht, die Hochhäuser schossen wie Pilze aus der Erde und Torsten meinte unser neues Appartement gefunden zu haben. Weiter ging es Richtung Hafen wo die Oper stand. Ein Blick in Richtung Himmel ließ uns erahnen was gleich passieren wird. Regen, und es regnete sich ein. Somit saßen wir eine Stunde in der Oper fest. Aber die Zeit haben wir genutzt um Postkarten zu schreiben. Als es langsam aufgehört hat sind wir weiter Richtung Innenstadt. Wir hatten eine Passantin nach dem Weg gefragt, aber auf die Worte Citycenter, Shopping & Drinking wurden wir wieder zurück ins Einkaufszentrum geschickt und hat abgewunken. Nach einem kurzen Snack haben wir die Innenstadt gefunden. Aber wir waren total enttäuscht. Jetzt wissen wir auch, warum die gute Frau abgewunken hatte. Kein großer Platz, keine Cafés, kein spanisches Flair! Nur eine lange Gasse mit vielen kleinen Geschäften. Wir waren sehr enttäuscht und hatten uns Santa Cruz anders vorgestellt. Die Stadtöde erinnert uns ein wenig an die tristen Tage in Reykjavik. Als es langsam dunkel wurde haben wir den Heimweg angetreten, natürlich kehrten wir unter platschenden Regen wieder in Puerto de la Cruz ein. Das Meer tobt immer noch und langsam grenzt es an Lärmbelästigung.

19. November 2014

Tag 3 - El Drago & Los Gigantes

Diese Nacht wurden wir bereits durch ein heftiges Unwetter geweckt. Uns war gestern schon klar das wir heute keinen Sonnentag erleben werden. Heute früh hatten wir die ganzen Wetterdaten der Insel über das Handy abgerufen und uns für ein Ziel entschieden, was das schönste Wetter hat. El Drago war unser erstes Ziel. Der Baum befindet sich in einem verschlafenen Örtchen weit oben in den Bergen. Es heißt das der Baum zwischen 2000-3000 Jahre alt ist und der Saft Zauberkräfte habe, vielleicht hätten wir Torstens Bein mal drunter halten sollen und es wäre geheilt?! Immerhin hat Torsten keinen Eintritt zahlen müssen, ein Herz für Invaliden haben die Inselianer. Im Park wo El Drago verwurzelt ist, gab es noch eine Terrasse mit herrlichen Blick über die Nordküste und eine Vulkanhöhle von den Gruanchen wie sie vor abertausend Jahren gelebt haben, selbst Mumifizierungen haben sie durchgeführt, jawohl mit Drago's Saft!
Weiter ging es Richtung Süden in das Tenogebirge, doch leider wurden die Straßenverhältnisse nicht besser. Es ging kurvenreich bis auf 1200m Höhe durch die Wolkendecke und anschließend wieder auf Meeresniveau runter bis die Bremsen glühten. Unten angekommen sahen wir die gigantische Steilküste, wahrscheinlich daher der Name der Stadt - Los Gigantes. Hier ein Foto, da ein Foto und dann begann es auch mit Nieseln an. Wir sprangen ins Auto und nahmen die Fahrt wieder durch das wildromantische Gebirge auf.

In unserem Minisupermarkt haben wir uns noch eine Flasche Rotwein aus Teneriffa gegönnt, jetzt chillen wir auf dem Bett und durchstöbern den Reiseführer. Adios bis morgen!

18. November 2014

Tag 2 - Puerto de la Cruz

Puerto de la Cruz heißt unser verträumtes Küstenstädtchen im Nordwesten Teneriffas. Sich hier wie im Urlaub zu fühlen ist nicht schwer.

Obwohl Torsten auf Krücken geht haben wir gefühlt einen halben Marathon im Schneckentempo hingelegt. Torsten sollte sich eigentlich belesen, aber er war der Meinung wir gehen den Stand entlang bis in das Stadtzentrum. Gesagt getan! Unser erster Stop war ein Friedhof, er glich viel mehr einem Botanischen Garten. Ein Ort der Ruhe, wie Garten Eden. Danach ging es an der Küste entlang. Die Wellen haben sich an der Küste gebrochen. Paragleiter haben waghalzige Manöver eingeleitet und Angler haben ihr Glück auf dem Boot versucht.
... Und auf einmal standen wir mitten im Zentrum. Alles typisch Spanisch! Der Flair hat uns gleich ins erste Kaffee gelockt. Obwohl Siesta war, war noch viel los auf den Straßen. Selbst der kleine Supermarkt hatte noch auf wo wir unsere Salatzutaten für Mittag eingekauft hatten. Danach ging es erst einmal in unser Appartement. Und nach unserem kurzen Brake wieder an den Strand. Aber es hatte sich schnell zugezogen und wir wollten noch vor dem Gewitter zurück sein. Jetzt chillen wir auf den Bett aber der Regen bleibt aus. Heute Abend geht es noch einmal in die Stadt Pizza essen :-)

Tag 1 - Teneriffa, die Anreise

Teneriffa ist die nächste Inseln, die wir uns als Reiseziel gesetzt haben. Diesmal erkunden wir sie auf Krücken, denn Torsten hat sich letzte Woche den Knöchel beim Volleyball umgeknickt. Uns kann nichts aufhalten auch wenn die Stimmung deswegen bei der Reisevorbereitung etwas mies war...
Los ging es diesmal mit dem Fernbus nach Berlin Schönefeld. Kein lästiges umsteigen, sondern direkt auf den Flughafen. Billiger als die Bahn war der Transfer auch. Danach hieß es erst einmal warten, denn unser Flieger ging 4 Stunden später. Geflogen sind wir mit Norwegian Air Shutter- sie wird auch Ryanair aus Norwegen genannt, aber von Lowcost keine Spur. Sogar kostenloses Internet per WLAN gab es während des Fluges. Beim Landeanflug sind wir einmal um die Insel gekreist und wir durften zum ersten mal den Teide sehen, wie er mächtig durch die Wolkendecke mit seinen über 3,5 km Höhe ragte. Gigantisch!
Auf Teneriffa gelandet, hat auch alles geklappt. Am Treffpunkt der Autovermietung wurden wir abgeholt und wurden zu unseren Auto gefahren. Danach ging es 90km ans andere Ende der Insel. Wir haben uns für den grünen Teil der Insel entschieden. Das Hotel konnte unsere Buchung nicht finden, aber nach langen hin und her hat alles geklappt. Einen Minisupermarkt haben wir direkt vor der Tür. Dort haben wir abends noch unser Frühstück für den nächsten Morgen gekauft.....